
Krypto-bezogene Hacks und Betrügereien gingen im Februar deutlich zurück, wobei die Gesamtverluste auf den niedrigsten Stand seit März 2025 fielen.
Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield berichtete, dass Angreifer im Laufe des Monats $26.5 million stahlen, was einen klaren Rückgang gegenüber den Zahlen aus dem Januar darstellt.
Die in einem Beitrag auf X geteilten Daten zeigten, dass weniger hochwirksame Exploits und stärkere Sicherheitspraktiken auf Plattformen zu diesem Rückgang beitrugen.
Der Gesamtbetrag im Februar spiegelte außerdem eine breitere Verschiebung der Schwerpunkte im Markt wider, da die Volatilität die Risikoprioritäten im digitalen Asset-Sektor veränderte.
Verluste im Februar nehmen ab
PeckShield verzeichnete im Februar 15 Hacking- und Betrugsvorfälle.
Die Mehrheit der Verluste konzentrierte sich jedoch auf nur zwei Fälle.
Der größte Exploit betraf einen Diebstahl in Höhe von $10 million aus dem DAO-verwalteten Lending-Pool von YieldBlox am Feb. 21.
Der Angreifer nutzte eine Preismanipulationsstrategie, um Mittel aus dem Protokoll abzuziehen.
Am selben Tag erlitt das dezentrale Identitätsprotokoll IoTeX eine separate Sicherheitsverletzung.
Rund $8.9 million gingen bei einem Exploit eines privaten Schlüssels verloren.
Zusammen machten die beiden Vorfälle den Großteil der Gesamtverluste des Monats aus.
Insgesamt stellten die im Februar gestohlenen $26.5 million einen Rückgang um 69.2% im Vergleich zum Vormonat dar, als die Verluste über $86 million lagen.
Laut dem Update von PeckShield auf X war der Februar der Monat mit den geringsten Verlusten seit März 2025.
Volatilität verlagert Prioritäten
Die Verlangsamung der Exploit-Aktivität fiel mit erheblicher Marktturbulenz zusammen.
Anfang Februar fiel Bitcoin während einer scharfen Korrektur unter $70,000.
PeckShield erklärte, dass Phasen hoher Volatilität oft den taktischen Fokus der Branche verschieben.
Statt Protokolle auszunutzen, richtet sich die Aufmerksamkeit eher auf das Managen von Liquiditätsdruck und institutionellem Schuldenabbau.
Da algorithmusgetriebene Ausverkäufe und engere Kapitalbedingungen den Handel dominieren, rückt das Risikomanagement in den Mittelpunkt.
In einem solchen Umfeld kann die Exploit-Aktivität gegenüber den gesamtmarktlichen Dynamiken in den Hintergrund treten.
Sicherheitsstandards verbessern sich
Analysten vermuten, dass strukturelle Änderungen in den Sicherheitspraktiken ebenfalls zum Rückgang beitragen könnten.
Der Rückgang der Verluste könnte stärkere Gegenparteistandards, engere Risikokontrollen und verbesserte Echtzeitüberwachung auf wichtigen Plattformen widerspiegeln.
Die Kapitalallokation wird selektiver und bevorzugt Protokolle mit etablierten Sicherheitsrahmen.
Mit wachsender institutioneller Beteiligung sind die Erwartungen an Audits und Compliance ebenfalls gestiegen.
Die Verluste könnten weiter sinken, wenn Monitoring-Tools, Audits und institutionelle Risikorahmen im Laufe des Jahres weiter reifen.
Künstliche Intelligenz spielt ebenfalls eine wachsende Rolle.
Automatisierte Code-Reviews, Anomalieerkennungssysteme und Angriffssimulationen vor dem Deployment werden vermehrt eingesetzt, um Schwachstellen früher im Entwicklungszyklus zu identifizieren.
Gleichzeitig bedeutet das rasche Innovationstempo, dass Risiken trotz verbesserter Schutzmaßnahmen bestehen bleiben.
Phishing bleibt eine Bedrohung
Während große Protokoll-Exploits zurückgingen, bleibt Phishing eine Herausforderung.
Verluste im Zusammenhang mit Wallet-Drainer-Angriffen sind 2025 stark gesunken und fielen von $494 million auf $83.85 million.
Dennoch bleibt Social Engineering hartnäckig.
PeckShield erklärte, dass Phishing-Angriffe, bei denen Betrüger sich als vertrauenswürdige Personen oder Organisationen ausgeben, um sensible Informationen zu erhalten, weiterhin Nutzer direkt und nicht Smart Contracts angreifen.
Das Unternehmen betonte die Bedeutung von Multi-Signature-Cold-Storage-Lösungen und dem strikten Schutz privater Schlüssel für Institutionen und Großinhaber.
Während Plattformen technische Abwehrmaßnahmen verstärken, bleibt die menschliche Ebene ein kritischer Risikobereich innerhalb des Krypto-Ökosystems.
The post Krypto-Betrugsfälle auf Jahrestief, da Plattformen ihre Abwehr stärken appeared first on Invezz