ai disruptions fears are not overblown for servicenow stock

ServiceNow (NYSE: NOW) fiel am 10. April um 6 %, nachdem der leitende UBS‑Analyst Karl Keirstead eine negative Einschätzung des in Santa Clara ansässigen Softwarekonzerns herausgegeben hatte.

Mit der Begründung einer wesentlichen Verschiebung der Prioritäten bei den Unternehmensausgaben stufte Keirstead NOW heute Morgen auf „neutral“ herab und senkte sein Kursziel deutlich auf $100.

Diese zurückhaltende Einschätzung ist ein schwerer Schlag für die ServiceNow‑Aktie, die seit Anfang Januar bereits einen Rückgang von fast 45 % verzeichnet hat.

ServiceNow‑Aktie ist nicht vor KI‑Störungen geschützt

Die NOW‑Aktien stecken weiterhin in einer „Abwärtsspirale“, da Anleger mit der Realität ringen, dass selbst Blue‑Chip‑Softwareunternehmen nicht unbedingt vor den kanibalisierenden Effekten der generativen KI‑Revolution geschützt sind.

Während das am NYSE notierte Unternehmen zuvor aufgrund seiner robusten Workflow‑Automatisierungstools als sicherer Hafen galt, schrieb Keirstead in einer Research‑Notiz am Freitag, dass KI sich tatsächlich als größere Bedrohung für das Unternehmen erweist als zunächst angenommen.

Seiner Ansicht nach erzwingt künstliche Intelligenz eine schmerzhafte Umverteilung der Budgets bei den Fortune‑500‑Unternehmen.

Die Begeisterung für agentische KI‑Tools – etwa die jüngsten Releases von Anthropic – veranlasst Unternehmenskunden dazu, bei Kernsoftware zu sparen, um Infrastruktur‑ und Dateninvestitionen zu finanzieren.

Kurz gesagt: UBS ist überzeugt, dass ServiceNow Inc. nicht mehr immun gegen die derzeit durch die Tech‑Branche fegenden Budget‑Eindämmungsstrategien ist.

NOW‑Aktien sind 2026 nicht billig zu halten

Über den unmittelbaren Budgetdruck hinaus gründet sich die Bären‑These für ServiceNow‑Aktien auf einer anspruchsvollen Bewertung, die wenig Spielraum für Fehler lässt.

Historisch hat das Unternehmen aufgrund seines konstanten Wachstums mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt, doch da künstliche Intelligenz ein strukturelles Risiko darstellt, löst sich dieser Aufschlag nun auf.

Denn wenn autonome Agenten komplexe Workflows über verschiedene Plattformen hinweg übernehmen können, würde der Bedarf an einer zentralisierten, teuren sitzbasierten Lizenz wie der von ServiceNow naturgemäß zurückgehen.

Wichtiger noch: NOW steht vor dem „Dilemma des Marktführers“, wonach es erhebliche Summen ausgeben muss, um KI‑Funktionen zu integrieren, nur um seinen aktuellen Marktanteil zu halten – was die Margen potenziell belastet.

Da über die Hälfte der jüngsten Unternehmenskontakte von UBS einen Wunsch nach Kürzungen bei Nicht‑KI‑Ausgaben signalisiert, sieht sich das Unternehmen einer Doppelbedrohung gegenüber: verlangsamtem Umsatzwachstum und einer kostspieligen Neuausrichtung auf eine unsichere, KI‑geprägte Zukunft.

Wohin Optionsdaten auf ServiceNow als Nächstes hindeuten

Auch die Optionsbewertung spricht derzeit gegen ein unbedachtes „Buy the dip“ bei NOW‑Aktien.

Die Put‑/Call‑Verhältnis‑Kontrakte mit Fälligkeit am 21. August signalisieren eine deutliche bärische Schieflage, wobei der niedrigere Preis dieser Kontrakte ein Potenzial für einen erheblichen weiteren Rückgang auf etwa $65 anzeigt.

Außerdem bestärkt die Tatsache, dass ServiceNow derzeit deutlich unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs) liegt, dass die Bären über mehrere Zeiträume hinweg das Ruder fest in der Hand haben.

Dennoch haben Wall‑Street‑Analysten NOW noch nicht abgeschrieben. Die Konsensbewertung liegt weiterhin bei einer „starken Kaufempfehlung“, wobei das mittlere Kursziel von rund $186 ein Aufwärtspotenzial von mehr als 120 % gegenüber dem aktuellen Niveau anzeigt.

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