„Aktien sind zwar langfristig die beste Anlageform, aber diese langfristigen Erträge haben ihren Preis: die Volatilität. Dies ist ein rein emotionaler Preis, denn die einzigen wirklichen Verlierer bei einem Rückgang der Aktienmärkte sind diejenigen, die verkaufen„, erklärt der kanadische Starinvestor Francois Rochon. Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf.
Wenn die Aktienkurse purzeln, geraten Anleger schnell in Panik und verkaufen. Denn die Kurse könnten ja noch weiter fallen und sie flüchten sich in teurere Ausreden wie „an Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben„. Ne, natürlich nicht, aber man nimmt sich so auch jede Chance darauf, jemals einen Tenbagger im Depot zu haben.
In volatilen Marktphasen gelingt es Anleger oft nicht, ihre Emotionen zu kontrollieren und auf ihren Verstand zu hören, der ihnen sagt, dass der Wert des Unternehmens, an dem sie beteiligt sind, nicht genauso schnell fällt wie sein Aktienkurs. Und doch kommt es genau darauf kommt an: Man muss die Kursbewegungen ignorieren und stattdessen – und zwar ausschließlich – auf die Unternehmensentwicklung achten. Die Herde treibt den Preis in Extreme, sowohl nach oben als auch nach unten. Die kann man nicht kontrollieren. Sich selbst aber schon. Aber auch hier macht Übung den Meister und aus Erfahrung wird Routine. Und dann wird die Erkenntnis zur Gewissheit: Wert sticht Preis. Immer!
