Am 30.12.1899 schrieb AT&T Wirtschaftsgeschichte und prägte über Jahrzehnte und zwei Weltkriege hinweg die amerikanische Telekommunikationsindustrie. AT&T war das Synonym für Telefonie in den Vereinigten Staaten, doch diese dominierende Stellung wurde nicht zufällig erreicht, sondern war das Ergebnis einer gezielten Unternehmensstrategie, technologischer Führerschaft und eines regulatorischen Umfelds, das Monopole zunächst duldete und teilweise sogar begünstigte. Ein entscheidender Meilenstein auf diesem Weg war die Übernahme der American Bell Telephone Company Ende1899. Mit dieser Transaktion konsolidierte AT&T die Kontrolle über das nationale Telefonnetz und legte den Grundstein für eines der mächtigsten privaten Monopole der US-Wirtschaftsgeschichte.
Wir werfen einen Blick auf die Übernahme von American Bell durch AT&T, beleuchten die Mechanismen und Folgen der daraus resultierenden Monopolstellung und zeichnen den langen Weg bis zum kartellrechtlichen Eingriff der US-Regierung nach, der Anfang der 1980er-Jahre in der Zerschlagung des Konzerns in die sogenannten "Baby Bells" mündete. Womit eines der mächtigsten Monopole der Geschichte beendet wurde und gleichzeitig der Grundstein für eine Entwicklung gelegt wurde, die unser Leben bis heute maßgeblich beeinflusst…
