Am 06.06.1934 wurde die U.S. Securities and Exchange Commission als Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde des USA gegründet und dies weit mehr als die Schaffung einer neuen Behörde. Die SEC war das Ergebnis einer tiefen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Erschütterung. Die Vereinigten Staaten hatten innerhalb weniger Jahre den spektakulärsten Börsenboom ihrer Geschichte erlebt, gefolgt vom verheerendsten Zusammenbruch der modernen Finanzwelt. Millionen Menschen verloren ihre Ersparnisse, Unternehmen gingen massenhaft bankrott, Banken kollabierten und die Weltwirtschaft stürzte in eine Krise, die bis heute als Maßstab für wirtschaftliche Katastrophen gilt.
Die Gründung der SEC markierte einen Wendepunkt im Verhältnis zwischen Staat und Finanzmärkten. Erstmals übernahm die Bundesregierung eine umfassende Verantwortung für die Überwachung des Wertpapierhandels. Ziel war es, Transparenz zu schaffen, Betrug zu bekämpfen und das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen.
Die Geschichte der SEC ist deshalb zugleich die Geschichte des modernen amerikanischen Kapitalmarkts – von den Exzessen der 1920er Jahre über die Skandale der 1980er Jahre bis zur globalen Finanzkrise von 2008 und den Herausforderungen des digitalen Zeitalters sowie aktuell politisch verordneter Bisslosigkeit…
