
Unternehmen restrukturieren ihre Abläufe rund um Automatisierungstools und KI-Agenten, die Routineaufgaben übernehmen können.
Ein Bericht von RationalFX zeigt, dass seit Januar 2026 weltweit 45.363 Stellen im Technologiebereich abgebaut wurden.
Etwa ein Fünftel dieser Entlassungen steht in direktem Zusammenhang mit der Einführung künstlicher Intelligenz und mit organisationsbedingten Umstrukturierungen durch Automatisierung.
Tech-Entlassungen durch KI-Automatisierung
Einige der größten Stellenstreichungen stammen von Unternehmen, die die Entlassungen offen mit KI-Systemen in Verbindung bringen.
Block kündigte den größten Abbau an und strich 4.000 Stellen. CEO Jack Dorsey sagte, die Maßnahme sei nicht finanziell motiviert.
Das Unternehmen ersetzt mehrere zuvor von Mitarbeitenden ausgeübte Funktionen durch automatisierte KI-Tools.
Die Entlassungen werden die Belegschaft von Block von etwa 10.000 auf rund 6.000 reduzieren.
Auch andere Technologieunternehmen haben Personal abgebaut, da Automatisierung verstärkt zum Einsatz kommt. WiseTech Global strich 2.000 Stellen.
Unterdessen strich eBay 800 Stellen, und Pinterest reduzierte seine Belegschaft um 15 %.
Diese Kürzungen zeigen, wie Unternehmen Arbeit umorganisieren, da KI-Agenten mehr operative und analytische Aufgaben übernehmen.
Einsteigerstellen geraten zunehmend unter Druck
Branchenführer warnen, dass jüngere Beschäftigte am stärksten betroffen sein könnten, da KI-Systeme Routineaufgaben auf Einstiegsebene übernehmen.
Einem Experten zufolge verändert die Automatisierung die Einstellungspraktiken in Technologieunternehmen schnell.
Die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen könnte in den nächsten Jahren in den mittleren 30%-Bereich steigen, da KI-Agenten Arbeiten ersetzen, die traditionell Junior-Mitarbeitenden zugewiesen wurden.
Aktuelle Arbeitsmarktdaten deuten darauf hin, dass Frühwarnzeichen bereits sichtbar sind.
Die Federal Reserve Bank of New York berichtete, dass die Arbeitslosigkeit unter frischgebackenen Absolventen Ende 2025 bei etwa 5,7 % lag.
Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 42,5 %, dem höchsten Stand seit 2020.
KI-Kompetenzen werden zum entscheidenden Vorteil
Während die Automatisierung bestimmte Rollen beseitigt, sagen Branchenführer, dass die Technologie auch verändert, wie Mitarbeitende auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren.
Ein Experte erklärt, dass jeder Beruf die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz nahezu sofort spüren werde.
Arbeitende verlieren ihre Jobs nicht direkt an KI-Systeme, sondern an Menschen, die KI-Tools effektiver einsetzen.
Investor Naval Ravikant schrieb auf X, dass die eigentliche Trennlinie in der Arbeitswelt zwischen Menschen entstehen werde, die mit KI-Systemen arbeiten können, und denen, die es nicht können.
Laut einer Analyse von PwC können Arbeitnehmer mit KI-Kompetenzen bis zu 56 % mehr verdienen als Kollegen, denen diese Fähigkeiten fehlen.
Regierungen und Unternehmen treiben Umschulung voran
Technologieführer fordern zudem umfassendere Maßnahmen, um Beschäftigte auf die durch künstliche Intelligenz ausgelösten Veränderungen vorzubereiten.
Ein weiterer Experte sagt, die Vorbereitung der Arbeitskräfte könne nicht allein den Einzelnen überlassen werden.
Er argumentierte, dass Regierungen, Bildungseinrichtungen und private Unternehmen zusammenarbeiten müssen, um flächendeckende Umschulungsprogramme zu entwickeln.
Trotz der Disruption deuten Prognosen darauf hin, dass künstliche Intelligenz auch neue Chancen schaffen wird.
Das Weltwirtschaftsforum schätzt, dass KI weltweit bis 2030 rund 170 Millionen neue Stellen schaffen könnte.
Diese Stellen werden voraussichtlich jedoch eher Beschäftigte begünstigen, die sich schnell an die Technologie anpassen.
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