Der Boom rund um künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren vor allem einen klaren Gewinner hervorgebracht: Grafikprozessoren (GPUs), allen voran von Nvidia. Doch in der nächsten Phase der KI-Revolution könnten maßgeschneiderte Chips – sogenannte Custom AI Chips – eine noch größere Rolle spielen. Immer mehr Technologieunternehmen entwickeln eigene spezialisierte Prozessoren, um ihre KI-Modelle effizienter und günstiger zu betreiben – ein Trend, der neue milliardenschwere Gewinner an der Börse hervorbringen könnte.
Broadcom-Aktie
Während Nvidia mit seinen GPUs aktuell die dominierende Hardwarebasis für viele KI-Anwendungen stellt, wächst der Druck auf Unternehmen, eigene spezialisierte Chips zu entwickeln. Genau hier kommt Broadcom ins Spiel. Das US-Technologieunternehmen zählt zu den wichtigsten Entwicklern maßgeschneiderter Halbleiterlösungen und arbeitet eng mit führenden KI-Akteuren wie Alphabet, OpenAI und Anthropic zusammen.
Broadcom ist unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der Tensor Processing Units (TPUs) beteiligt, die von Googles KI-Plattform Gemini genutzt werden. Diese speziell für KI-Workloads optimierten Chips sollen langfristig eine effizientere Alternative zu universellen GPUs darstellen. Auch andere KI-Unternehmen setzen zunehmend auf solche maßgeschneiderten Lösungen, da sie genau auf ihre jeweiligen Modelle und Anwendungen abgestimmt werden können.
Die wirtschaftliche Dynamik hinter diesem Trend ist enorm. Broadcom strebt an, bis 2027 rund 100 Milliarden US-Dollar Umsatz im Bereich KI-Chips zu erzielen. Bereits für 2026 erwartet das Unternehmen eine Verdopplung der entsprechenden Erlöse auf etwa 8,4 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich hat Broadcom eine mehrjährige Partnerschaft mit OpenAI geschlossen, um gemeinsam neue KI-Beschleuniger zu entwickeln, während auch große Cloudanbieter wie Microsoft, Amazon oder Meta auf Technologien des Unternehmens setzen.
Auch finanziell befindet sich Broadcom auf Wachstumskurs: Der Konzern steigerte seinen Umsatz im Jahr 2025 um fast ein Viertel auf rund 64 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn pro Aktie um 40 Prozent zulegte. Eine Nettomarge von knapp 37 Prozent unterstreicht die hohe Profitabilität des Geschäftsmodells.
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Taiwan Semiconductor Manufacturing-Aktie
Doch selbst die innovativsten Chipdesigns benötigen eine entscheidende Komponente: die Fertigung. Hier kommt Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) ins Spiel, der weltweit führende Auftragsfertiger für Halbleiter. Das Unternehmen kontrolliert rund 72 Prozent des globalen Foundry-Marktes und produziert Chips für zahlreiche Technologiegrößen – darunter Apple, Nvidia, AMD, Qualcomm und auch Broadcom.
TSMC verfolgt dabei ein anderes Geschäftsmodell als viele Wettbewerber: Der Konzern entwickelt keine eigenen Chips, sondern konzentriert sich vollständig auf deren Herstellung. Gerade in der KI-Industrie ist diese Rolle zentral, da die Produktion modernster Halbleiter extrem komplexe Technologien und enorme Investitionen erfordert. Deshalb lagern viele Unternehmen die Fertigung ihrer Designs an spezialisierte Produzenten wie TSMC aus.
Die strategische Bedeutung des Unternehmens zeigt sich auch an den globalen Produktionsanteilen: Taiwan stellt etwa 60 Prozent aller Halbleiter weltweit her und sogar rund 90 Prozent der modernsten Chips. Ohne diese Fertigungskapazitäten wäre die rasante Entwicklung moderner KI-Anwendungen kaum möglich.
Auch wirtschaftlich profitiert der Konzern stark vom KI-Boom. Im Jahr 2025 erwirtschaftete TSMC einen Umsatz von 122,4 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von circa 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie legte im gleichen Zeitraum um mehr als 46 Prozent zu, während die Nettomarge bei rund 45 Prozent lag.
Fazit: Zwei Schlüsselspieler der kommenden KI-Chip-Generation
Zusammengenommen verdeutlichen Broadcom und Taiwan Semiconductor die Struktur der kommenden KI-Hardware-Generation: Während Unternehmen wie Broadcom spezialisierte Chips entwerfen, sorgt TSMC für deren industrielle Produktion. Wer in den nächsten Jahren von der Verlagerung weg von universellen GPUs hin zu maßgeschneiderten KI-Prozessoren profitieren will, könnte daher mit dieser Kombination gleich zwei zentrale Gewinner der neuen Chip-Ära im Portfolio haben.
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