AI-driven fraud surge puts UK mobile banking and online accounts at risk

Die Betrugsfälle im Vereinigten Königreich stiegen im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau, da Kriminelle zunehmend künstliche Intelligenz nutzten, um Betrugsmaschen in großem Umfang zu betreiben und persönliche Konten zu übernehmen, so neue Daten der Betrugspräventionsorganisation Cifas.

Kriminelle agieren inzwischen in industriellem Maßstab und nutzen KI-Tools sowie große Datensätze, um Opfer zu imitieren und auf digitale Konten zuzugreifen.

Laut Cifas nutzen Kriminelle künstliche Intelligenz, um Täuschungen zu automatisieren, überzeugende falsche Identitäten zu erzeugen und Angriffe auf dem, wie die Organisation es nannte, „industrialisierten“ Niveau durchzuführen.

Rekordzahl an Betrugsfällen

Dem Fraudscape-Bericht zufolge verzeichneten Cifas-Mitglieder im vergangenen Jahr 444.000 Betrugsfälle in der nationalen Betrugsdatenbank.

Das entspricht einem Anstieg von 6 % gegenüber 2024 und stellt die höchste vom System verzeichnete Anzahl von Vorfällen dar.

Experten für Betrugsprävention sagen, der Anstieg spiegele eine Taktikverlagerung wider, da Angreifer von traditionellen Betrugsmaschen zu Methoden übergehen, die das Kapern bestehender Konten beinhalten.

Der Einsatz von KI-Tools hat es erleichtert, überzeugende Nachahmungen zu erstellen und Verifikationssysteme von Banken, Telekommunikationsanbietern und digitalen Plattformen zu umgehen.

Kontenübernahmen

Einer der bedeutendsten Trends im Bericht ist der Anstieg von Kontenübernahmen.

Diese Betrugsfälle treten auf, wenn Kriminelle gestohlene persönliche Daten erlangen und damit Zugang zu bestehenden digitalen Konten eines Opfers erhalten.

Einmal drin, können sie Anmeldedaten ändern, Einkäufe tätigen oder unautorisierte Finanztransaktionen durchführen.

Die meisten im letzten Jahr erfassten Kontenübernahmen betrafen Mobilfunkkonten, Online-Handelsplattformen und private Kreditkarten.

Diese Konten sind attraktive Ziele, weil sie häufig Zugang zu Zahlungssystemen oder persönlichen Informationen bieten, die für weitere Betrügereien genutzt werden können.

Betrugsnetzwerke wachsen

Der Bericht hebt außerdem die zunehmende Rolle organisierter, grenzüberschreitender Betrugsnetzwerke hervor.

Kriminelle Gruppen verkaufen Tools und Pakete, die es anderen ermöglichen, Betrügereien ohne spezialisiertes technisches Wissen durchzuführen, oft als „Betrug als Dienstleistung“ bezeichnet.

Die Kits enthalten typischerweise gestohlene persönliche Daten, Software zur Umgehung von Verifikationsprüfungen und Anleitungen, wie man Betrügereien durchführt.

Kriminelle verwenden zudem synthetische Identitäten, die mit KI-Technologie erstellt wurden, und bauen digitale Profile auf, die echten Nutzern ähneln und die Erkennung erschweren.

SIM-Swap-Gefahr

Eine weitere im Fraudscape-Bericht identifizierte Taktik ist der SIM-Swap-Betrug.

Bei diesen Angriffen versuchen Kriminelle, Mobilfunkanbieter dazu zu bringen, die Telefonnummer eines Opfers auf eine vom Angreifer kontrollierte SIM-Karte zu übertragen.

Sobald die Nummer übertragen ist, kann der Betrüger Anrufe und Nachrichten abfangen, einschließlich Authentifizierungscodes, die zum Zugriff auf Bank- und Online-Konten verwendet werden.

Betrugsanalysten sagen, dass Versuche von SIM-Swap-Angriffen zugenommen haben, da immer mehr kompromittierte persönliche Daten online verfügbar werden.

Identitätsbetrug bleibt die am häufigsten in der nationalen Datenbank verzeichnete Form des Betrugs.

In diesen Fällen stehlen Kriminelle persönliche Daten, um Opfer zu imitieren und neue Konten zu eröffnen oder Käufe mit der Identität einer anderen Person zu tätigen.

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