Jyske Invest: Renditeüberblick November 2019

Neues Hongkong war im Handelskrieg zwischen den USA und China der neue Joker Die Aussicht auf eine Phase 1-Vereinbarung im Handelskrieg zwischen den USA und China verdüsterte sich Ende November. Dies war vor allem auf die
Einmischung der USA in die Proteste in Hongkong zurückzuführen. Hier
kämpfen die Demonstranten seit mehreren Monaten für die Bewahrung der
Demokratie in den kommenden Jahren. Die USA verabschiedeten ein Gesetz,
das Hongkongs Souveränität sichern soll, woraufhin China sofort eine
Vergeltung androhte, da man den Schritt der USA als eine Einmischung in
interne Angelegenheiten interpretierte. Der Rückschlag ereignete sich zu
einem Zeitpunkt, zu dem China nahe daran war, einen besseren Schutz von
IP-Rechten zu versprechen, und zu dem die USA kurz davor waren, die
künftigen Zollsätze zurückzunehmen. Wahlen in Großbritannien und in den USA im Fokus Auch wenn zwischen der britischen Parlamentswahl und der Präsidentschaftswahl in den USA fast ein Jahr liegt, waren beide Wahlen
im November bei den Anlegern im Fokus. Die britische Parlamentswahl
steht vor der Tür, und ein Sieg der Konservativen wird von den
Finanzmärkten positiv aufgenommen, wobei sich u. a. das Britische Pfund
gestärkt hat. In den USA findet 2020 die nächste Präsidentschaftswahl
statt. Sie zieht jedoch schon jetzt Aufmerksamkeit auf sich, da der
wirtschaftliche Zustand für Donald Trumps Chance, wiedergewählt zu
werden, von Bedeutung ist. Deshalb nimmt der Druck hinsichtlich
positiver Ergebnisse, der auf dem amtierenden Präsidenten ruht, immer
mehr zu. Kleine positive Signale aus der europäischen Wirtschaft TDeutschland konnte im dritten Quartal eine Rezession vermeiden, und das
tonangebende Industriebarometer in der EU, der deutsche IFO-Index,
zeigte den zweiten Monat in Folge eine Stabilisierung. Es wird jetzt für
2020 in Europa ein bescheidenes Wachstum von insgesamt 1% erwartet (ein
Durchschnitt der Schätzungen von Analysten). Dies bietet die
Möglichkeit dafür, dass die neue Europa-Kommission – zusammen mit der
neuen Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, die gerade
ins Amt eingetreten ist – sich gut einarbeiten kann. Marktrendite Steigende Aktienkurse im November – angeführt von den USA Der amerikanische Aktienmarkt war im November das stärkste Zugpferd, als die Aktienmärkte der Welt gemessen in Dänischen Kronen um mehr als 4 %
stiegen. Die USA erzielten einen Anstieg um fast 5 % – vor allem
aufgrund der amerikanischen Technologie- und Mediengiganten Apple,
Microsoft und Disney. Darüber hinaus bestand Nachfrage insbesondere nach
den konjunkturempfindlichen Unternehmen im Industriesektor, während
Basisindustrien wie Öl und Rohstoffe nicht im gleichen Maße nachgefragt
waren. Die Banken, die von steigenden Zinsen begünstigt werden, hatten
ebenfalls einen positiven Monat, während Sektoren, die in
Übereinstimmungen mit den langfristigen Zinsen schwanken – zum Beispiel
Versorgungsunternehmen und Immobilien – auf Sektorenebene, als die
beiden einzigen von elf Sektoren, mit negativen Renditen endeten. Schwach steigende Zinsen im November Das Zinsniveau war im November leicht steigend. Übergeordnet sind es immer noch die Verhandlungen über eine Handelsvereinbarung zwischen den
USA und China, die im Markt das größte Thema sind. Die ersten Meldungen
der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde deuten darauf, dass die
Geldpolitik unverändert bleibt, dass sich der Druck hinsichtlich der
Lockerung der Finanzpolitik jedoch erhöhen wird. Die Anleihenrenditen
waren im November etwas gemischt, übergeordnet jedoch als eine Folge des
steigenden Zinsniveaus negativ. Die Anleihenmärkte der Emerging Markets waren von länderspezifischen Ereignisse geprägt Die Anleihenmärkte der Emerging Markets hatten im November mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Insbesondere länderspezifische Ereignisse
setzten die Anleihen und Währungen vieler Länder unter Druck. Beide
Anlageklassen hatten Einbußen von etwa 0,5 %. Argentinien, das nach wie
vor unter einer potenziellen Schuldenrestrukturierung leidet, war mit
einem lokalen Index, der um 43 % gesunken war, stark betroffen, während
Anleihen in USD bereits betroffen gewesen waren. Die neue Führung mit
Präsident Fernandez an der Spitze tritt am 10. Dezember ins Amt, und es
steht ihr eine schwierige Zeit bevor. Chile, das normalerweise das
konservativste Land Lateinamerikas ist, ist nach wie vor von Unruhe und
Demonstrationen geprägt, auch wenn deren Höhepunkt erreicht zu sein
scheint. Darüber hinaus sind die Herausforderungen im Libanon, in
Ecuador und Sambia noch nicht gelöst. Der Ölpreis stieg im November
leicht an und unterstützte mehrere der Öl produzierenden Länder. Kleine Bewegungen bei den
Kreditspreads Die Kreditspreads im Markt für Unternehmensanleihen waren im Laufe des Novembers für den Markt in seiner Gesamtheit stabil. Auf Sektoren-
und Währungsebene hielten sich die Schwankungen ebenfalls im Zaum. Der
Markt nimmt hinsichtlich einer eventuellen Handelsvereinbarung zwischen
den USA und China eine abwartende Haltung ein. Die Kreditspreads im Markt für Unternehmensanleihen waren im Laufe
des Novembers für den Markt in seiner Gesamtheit stabil. Auf Sektoren-
und Währungsebene hielten sich die Schwankungen ebenfalls im Zaum. Der
Markt nimmt hinsichtlich einer eventuellen Handelsvereinbarung zwischen
den USA und China eine abwartende Haltung ein.

Wichtige Information
Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.

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