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Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income ETF (JEPQ) stieg im Mai auf ein Rekordhoch, als Technologiewerte stark zulegten, und hat sich seit seinem Jahrestief um mehr als 14% erholt. Die Rallye fiel mit stetigen Zuflüssen zusammen, da Anleger dessen hohe Rendite verfolgen. Ist der ETF heute also ein guter Kauf?

Zuflüsse in den JEPQ-ETF steigen stark, da Anleger Wachstum und Rendite suchen

Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income ETF lief in den letzten Monaten gut. Daten zeigen, dass der Fonds in diesem Jahr Nettozuflüsse von über 5 Mrd. USD verzeichnet hat, mehr als JEPI mit 4 Mrd. USD. 

Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich daraus, dass JEPQ Wachstum und Einkommen verspricht. Daten zeigen, dass er eine Dividendenrendite von 11% aufweist, höher als die meisten Fonds, etwa der beliebte Schwab US Dividend Equity (SCHD) ETF, der 3,25% zahlt. 

Der iShares Core Dividend Growth ETF (DGRO) weist eine Rendite von 2% auf, während der Vanguard High Dividend Yield ETF (VYM) unter 3% liegt. Diese Rendite liegt auch deutlich über den Erträgen kurzfristiger Staatsanleihen. 

Gleichzeitig verschafft der Fonds Anlegern Zugang zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in den USA. Denn sein Aktienportfolio besteht aus Firmen im Nasdaq-100-Index.

Der Fonds erwirtschaftet seine Dividendenrendite durch eine Covered-Call-Strategie. Dabei wird in Unternehmen des Index investiert, darunter bekannte Namen wie Nvidia, Microsoft, Google und Netflix. Anschließend werden Calls auf den Nasdaq-100-Index geschrieben und Prämien vereinnahmt, die an die Anleger als Dividende ausgeschüttet werden.

Ist die 11%-Dividendenrendite den Preis wert?

Die Frage ist daher, ob die 11% Dividendenrendite, die der Fonds an seine Anleger zahlt, gerechtfertigt ist. Am besten lässt sich das beurteilen, indem man seine Performance in Bezug auf die Gesamtrenditen mit einem ähnlichen ETF vergleicht, der den Nasdaq-100-Index abbildet.

In diesem Fall zeigen Daten, dass der JEPQ-ETF in diesem Jahr eine Gesamtrendite von 9,7% erzielt hat, während der Invesco QQQ ETF (QQQM) um mehr als 20% zulegte. Der gleiche Trend zeigt sich über die letzten 12 Monate: JEPQ lieferte 29% gegenüber 42% bei QQQM. 

JEPQ vs QQQM

QQQM vs JEPQ ETF Kurschart | Quelle: SeekingAlpha

Der JEPQ-ETF läuft dem breiteren Markt hinterher, weil seine Struktur das bewirkt. Seine Mechanik sorgt dafür, dass er in einem Bullenmarkt hinter dem zugrunde liegenden Vermögenswert zurückbleibt. Zum Beispiel: Wenn der Nasdaq-100-Index bei 30.000 USD notiert, könnte eine Call-Option einen Ausübungspreis von 30.500 USD haben. Steigt der Index auf 31.200 USD, ist der Optionshandel gedeckelt. 

Diese Situation erklärt, warum andere beliebte Covered-Call-ETFs, darunter der bekannte JPMorgan Equity Premium Income ETF (NYSE: JEPI), weiterhin hinter dem S&P 500 Index zurückbleiben. 

Selbst in Bärenmärkten haben diese Covered-Call-ETFs keinen großen Vorteil gegenüber ihren Pendants. Beispielsweise erzielte der CONY-ETF eine Gesamtrendite von minus 15% im Vergleich zur Coinbase-Aktie mit minus 16%. 

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