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JPMorgan Equity Premium Income ETF (JEPI) hat sich völlig vom breiteren US-Aktienmarkt entfernt. Er ist seit seinem diesjährigen Höchststand um mehr als 5,90 % gefallen, obwohl der S&P 500, der Dow Jones und der Nasdaq 10o nahe ihren Allzeithochs notieren. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die 8%-Rendite des Fonds eine Wertfalle ist.

Wie der JEPI-ETF funktioniert

JEPI, der größte Anbieter unter den Covered-Call-ETFs, gewann vor einigen Jahren aufgrund seiner hohen Rendite an Popularität. Lange Zeit zahlte er eine monatliche Ausschüttung mit einer Jahresrendite von über 8 %. Diese Rendite liegt deutlich über der des S&P 500 Index und anderer populärer Dividenden-ETFs wie SCHD und VYM. Sie ist auch höher als die Renditen von Staatsanleihen.

Der Fonds verspricht seinen Anlegern Zugang zu dieser Rendite sowie zu einigen der größten US-Unternehmen, darunter bekannte Namen wie NVIDIA, Microsoft, Meta Platforms und Google. Anders gesagt bietet er das Beste aus beiden Welten – Dividendenausschüttungen und Aktienerträge.

JEPI erzielt dies durch eine Covered-Call-Strategie. Dabei kauft der Fonds die einzelnen Aktien im Portfolio und verkauft anschließend Call-Optionen darauf. Dadurch profitiert er von Kursanstiegen bis zu einem bestimmten Punkt und vereinnahmt Prämien, die er als monatliche Ausschüttung an die Anteilseigner weitergibt.

Lohnt sich die JEPI-Dividende?

Analysten warnen jedoch, dass JEPI und andere Covered-Call-ETFs Renditefallen sein können, da ihre Gesamterträge meist nicht besonders attraktiv sind. Anders gesagt: Sie zahlen möglicherweise eine hohe Dividende, bleiben in der Gesamtrendite aber regelmäßig hinter den Vergleichsindizes zurück.

Zum Beispiel zeigen Daten, dass die Gesamtrendite von JEPI in diesem Jahr lediglich 1,1 % beträgt, während der S&P 500 Index fast 10 % erzielt hat.

JEPI vs VOO

JEPI vs VOO ETF | Quelle: SeekingAlpha

Das Gleiche zeigt sich beim Vergleich mit anderen Covered-Call-ETFs. Ein gutes Beispiel ist JEPQ, JEPIs Schwesterfonds, der den Nasdaq 100 Index abbildet. JEPQ hat in diesem Jahr 7,50 % erzielt, während der Nasdaq-100-Index um fast 17 % gestiegen ist.

Der Hauptgrund liegt in der Funktionsweise dieser Covered-Call-ETFs. Wie erwähnt kauft das Fondsmanagement die Vermögenswerte und verkauft anschließend Call-Optionen auf diese.

Eine Call-Option verschafft dem Fondsmanager das Recht, aber nicht die Verpflichtung, einen Vermögenswert vor Ablauf zu kaufen. In diesem Fall profitiert der Fonds von Kursanstiegen des Basiswerts nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Steigt der Kurs beispielsweise über den Ausübungspreis, wie es beim S&P 500 Index der Fall ist, verpasst er den gesamten Anstieg. Dies erklärt, warum der Fonds in einem Bullenmarkt regelmäßig hinter dem Index zurückbleibt.

Ähnliches gilt für die meisten Covered-Call-ETFs, außer in Bärenmärkten. Doch auch dort ist ihr Vorteil meist nicht sehr ausgeprägt. So weist etwa der CONY-ETF, der über 80 % Rendite ausweist, in diesem Jahr eine Gesamtrendite von minus 17 % auf, während die Coinbase-Aktie um 18 % gefallen ist.

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