goldman sachs explains what could drive japan stocks higher

Japanische Aktien haben bereits einen Rekordlauf hingelegt, und eine der größten Wall-Street-Banken ist der Ansicht, dass ihre Rallye längst noch nicht zu Ende ist.

Goldman-Sachs-Strategen haben ihr 12‑Monats-Kursziel für den Benchmark-Index Topix auf 4.400 angehoben und sehen damit ein Aufwärtspotenzial von mehr als 10 % gegenüber dem aktuellen Niveau.

Ihnen zufolge machen erneutes ausländisches Interesse, solide Unternehmensgewinne und steigende Aktionärsrenditen japanische Aktien derzeit zu einem der überzeugendsten Trades auf den globalen Märkten.

Warum Goldman Sachs bei Japan-Aktien weiter zuversichtlich ist

In ihrem neuesten Research‑Bericht schreiben die Strategen von Goldman Sachs, die Gewinnlage japanischer Unternehmen verbessere sich weiter.

Am Montag revidierten sie ihre Prognose für das EPS‑Wachstum (Gewinn je Aktie) der japanischen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2026 von 7 % auf 11 %.

Für das folgende Jahr erwartet die Bank erneut ein Wachstum von 11 %, gefolgt von einem Anstieg von 9 % im Geschäftsjahr 2028.

Das ist eine dauerhafte, mehrjährige Gewinnexpansion und kein einmaliger Quartalseffekt.

Auch die Bewertung ist ein überzeugendes Argument. Die Spannungen im Nahen Osten – Anfang dieses Jahres – drückten das Forward-Multiple des Topix (Kurs‑Gewinn‑Verhältnis) auf rund 15x.

Da sich das Umfeld für ausländische Zuflüsse und Gewinnrevidierungen nun jedoch deutlich konstruktiver darstellt, hält Goldman Sachs sein Ziel von 17,5x für den Benchmark‑Index für durchaus vernünftig.

Das bedeutet, dass der Markt allein auf Bewertungsbasis erheblichen Spielraum für eine Neubewertung nach oben hat.

Steigende Aktionärsrenditen machen japanische Aktien attraktiv

Goldman Sachs ist auch deshalb positiv für Japan-Aktien gestimmt, weil ausländische Investoren in großer Zahl zurückkehren und seit April 2025 mit über 100 Mrd. $ in den Topix investieren.

Das markiert eine drastische Kehrtwende gegenüber den Jahren, in denen ausländische Investoren die Aktien der Region als nebensächlich behandelten.

Gleichzeitig haben japanische Unternehmen eine leise, aber tiefgreifende Transformation in ihrer Aktionärspolitik durchlaufen; die gesamten Aktionärsrenditen der im Topix gelisteten Unternehmen erreichten im Geschäftsjahr 2025 43 Billionen Yen.

Diese Zahl spiegelt sowohl großzügige Dividendenzahlungen als auch eine „aggressive“ Welle von Aktienrückkäufen wider, die sich durch die jüngste Ergebnissaison zog.

Dieser Wandel, lange von aktivistischen Investoren und der Tokyo Stock Exchange (TSE) selbst gefordert, verändert grundlegend, wie globale Vermögensverwalter japanische Aktien wahrnehmen.

Es ist noch nicht zu spät, in Japan-Aktien zu investieren

Letztlich deutet die Kombination aus robusten institutionellen Reformen, einströmendem ausländischem Kapital und „resilientem“ Gewinnwachstum darauf hin, dass der japanische Aktienmarkt eine strukturelle Neubewertung durchläuft und keinen vorübergehenden Ausreißer.

Durch aggressive Rückkäufe und erhöhte Dividendenausschüttungen hat sich das japanische Unternehmenswesen erfolgreich an den Interessen der Aktionäre ausgerichtet und seinen historischen Ruf der Kapitalineffizienz abgelegt.

Gestützt auf die von Goldman Sachs nach oben revidierten Wachstumsprognosen und eine ermutigende Bewertungskennzahl erscheint der Topix in den Augen globaler Asset Manager grundlegend verändert.

Während ausländische Investoren weiterhin Kapital in die Region verlagern, etabliert sich Japan als mehrjähriger Eckpfeiler des globalen Portfoliowachstums.

The post Japan-Aktien haben Rekordlauf hingelegt – Goldman Sachs sieht weiteres Aufwärtspotenzial appeared first on Invezz