imf declares victory against inflation but challenges remain

Der S&P 500 eröffnete heute Morgen im Plus, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) den Sieg über die Inflation verkündet hatte, die seit 2022 im Mittelpunkt aller Finanzdebatten steht.

Allerdings prognostiziert die Finanzagentur weiterhin erhebliche wirtschaftliche Risiken für die Zukunft.

Zum einen könnten die anhaltenden geopolitischen Konflikte das langfristige Wachstum belasten, hieß es in einem heute Morgen veröffentlichten Bericht.

Der IWF prognostiziert nun einen starken Rückgang der globalen Gesamtinflation von durchschnittlich 5,8 Prozent in diesem Jahr auf 3,5 Prozent bis Ende 2025.

Die Inflation erreichte Ende 2022 mit einer annualisierten Rate von 9,4 % ihren Höhepunkt.

Prognose des IWF zum globalen Wachstum

Der IWF stimmte zu, dass es den meisten Ländern gelungen sei, die Inflation einzudämmen und eine sanfte Landung herbeizuführen.

Dennoch „nehmen die Abwärtsrisiken zu und dominieren mittlerweile die Aussichten“.

Der Fonds erwartet für die Weltwirtschaft sowohl in diesem als auch im Jahr 2025 ein „stabiles, wenn auch enttäuschendes“ Wachstum von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Man ist jedoch überzeugt, dass Investitionen in künstliche Intelligenz den USA und den Schwellenländern in Asien dabei helfen werden, künftig bessere Ergebnisse zu erzielen.

Andererseits senkte der Internationale Währungsfonds am Dienstag seine Erwartungen für eine Reihe hochentwickelter Volkswirtschaften.

Hierzu zählten mehrere andere Schwellenmärkte sowie die größten Märkte Europas, wobei anhaltende geopolitische Spannungen und die damit verbundenen Risiken für die Rohstoffpreise als Gründe genannt wurden.

Der IWF forderte die Zentralbanken weltweit außerdem dazu auf, die Arbeitsmarktlage in den kommenden Monaten weiterhin wachsam zu steuern und die Inflation weiter zu senken.

Finanzielle Volatilität könnte das globale Wachstum belasten

Der IWF erwähnte in seinem Weltwirtschaftsausblick vom Dienstag auch die erhöhte Finanzvolatilität als potenzielles Risiko für das globale Wachstum.

„Die Rückkehr der Volatilität an den Finanzmärkten im Sommer hat alte Ängste vor versteckten Schwachstellen wieder aufleben lassen.

Dies hat die Besorgnis über die angemessene geldpolitische Haltung verstärkt“, stellte die Agentur fest.

Innerhalb der drei Wochen bis zum 5. August kam es auf den Märkten zu einer plötzlichen und heftigen Ausverkaufswelle, wobei der Benchmarkindex S&P 500 fast 10 % einbüßte.

Zwar haben sich die weltweiten Indizes inzwischen erholt, doch der Internationale Währungsfonds warnt weiterhin vor weiteren Turbulenzen, insbesondere wenn sich die letzte Phase der Inflation in den kommenden Monaten als eher hartnäckig erweisen sollte.

Insgesamt bleiben laut IWF der anhaltende Krieg im Nahen Osten und der damit verbundene potenzielle Anstieg der Rohstoffpreise, die schon etwas zu lange erhöhten Zinsen und ein stärkerer Rückgang des chinesischen Immobilienmarktes erhebliche Hindernisse für das globale Wachstum.

Tatsächlich erwartet der Fonds, dass das globale Wachstum gegen Ende der 2020er Jahre auf 3,1% begrenzt sein wird.

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