Wie aus einem Bericht des Wall Street Journal hervorgeht, empfiehlt die Social-Media-Plattform Instagram minderjährigen Nutzern weiterhin Inhalte für Erwachsene.

Der Bericht deckte Schwachstellen in den früheren Behauptungen von Meta Platforms auf, Teenagern eine sichere und altersgerechte digitale Umgebung zu bieten.

Die Publikation hatte sich mit einem akademischen Forscher zusammengetan, um einen siebenmonatigen Test durchzuführen, um das Problem zu untersuchen. Dabei wurden neue Konten für 13-jährige Benutzer erstellt.

Bei seiner Untersuchung stellte das WSJ fest, dass die Feeds von Teenagern innerhalb von zwanzig Minuten, nachdem sie Inhalte auf Reels konsumiert hatten, mit Werbung von Erstellern überschwemmt wurden, die den Benutzern, die mit ihren Beiträgen interagierten, anboten, explizite Fotos zu senden.

Metas früheres Versprechen fällt ins Wasser

Im Januar kündigte der von Mark Zuckerberg geführte Social-Media-Riese an, dass er neue Inhaltsrichtlinien einführen werde, um sicherzustellen, dass Teenager, die die Plattform nutzen, eine sichere und altersgerechte digitale Umgebung vorfinden, wie von Experten empfohlen.

Ziel war es, sämtliches Material zu entfernen, das als für Teenager ungeeignet erachtet wurde, unabhängig davon, ob es Teil der Inhalte von Reels oder „Explore“ war.

Das Unternehmen hatte gesagt:

Wir setzen für Teenager automatisch die restriktivsten Inhaltskontrolleinstellungen auf Instagram und Facebook ein. Wir wenden diese Einstellung bereits für neue Teenager an, wenn sie Instagram und Facebook beitreten, und weiten sie nun auf Teenager aus, die diese Apps bereits verwenden.

Frühere Untersuchungen und Anschuldigungen

Auch in jüngerer Vergangenheit wurde Instagram durch Nachrichtenberichte auf die Anklagebank gesetzt.

Ein Anfang des Monats veröffentlichter Untersuchungsbericht des Wall Street Journal behauptete, dass die Plattform dabei geholfen habe, ein riesiges Netzwerk von Konten zu verbinden und zu fördern, deren Zweck es offenkundig der Beauftragung und dem Kauf von sexuellen Inhalten mit Minderjährigen sei.

Im April wurde Metas neue Verschlüsselungstechnologie für Direktnachrichten auf Instagram und Facebook von der Virtual Global Taskforce – einem Bündnis aus 15 Strafverfolgungsbehörden – scharf kritisiert.

Der VGT hatte erklärt, die angekündigte Einführung der Verschlüsselung sei ein Beispiel für eine „absichtliche Designentscheidung“, die die Sicherheitssysteme verschlechtere und die Möglichkeit, Kinder zu schützen, schwäche.

Die Stellungnahme des VGT basierte auf der Besorgnis, dass die Technologiefunktion zwar auf die Verbesserung der Privatsphäre abzielt, aber Online-Kinderschänder und Pädophile schützen könnte.

Meta hatte sein Technologiemerkmal verteidigt.

Plattform in Europa bereits unter Beobachtung

Im vergangenen Monat hatte die EU neue Untersuchungen gegen Facebook und Instagram eingeleitet, weil sie befürchtete, die Plattformen seien nicht in der Lage, minderjährige Nutzer zu schützen.

Der Block hatte erklärt, dass die Empfehlungsmaschinen der Plattformen „die Schwächen und Unerfahrenheit“ von Kindern ausnutzen und „Suchtverhalten“ fördern könnten.

Es hieß, dies könne auch den sogenannten „Kaninchenbau-Effekt“ verstärken, der dazu führe, dass sich Benutzer zunehmend verstörende Inhalte ansehen.

Die EU untersucht den Einsatz von Altersverifizierungstools durch Meta, um Kinder unter 13 Jahren am Zugriff auf Facebook und Instagram zu hindern.

Darüber hinaus soll ermittelt werden, ob das Unternehmen den Digital Service Act (DSA) des Blocks einhält, um ein hohes Maß an Privatsphäre und Sicherheit für Minderjährige zu gewährleisten.

Im Rahmen der Untersuchung wird die Kommission den Einsatz von Altersverifizierungstools durch Meta untersuchen, um Kindern unter 13 Jahren den Zugriff auf Facebook und Instagram zu verweigern.

Darüber hinaus soll ermittelt werden, ob das Unternehmen den Digital Service Act (DSA) des Blocks einhält und ein hohes Maß an Privatsphäre und Sicherheit für Minderjährige gewährleistet.

Noch mehr Ärger für Meta?

Der jüngste Bericht des WSJ könnte somit die Forderungen der EU untermauern, was für die beiden Social-Media-Plattformen möglicherweise Ärger bedeuten könnte.

Im Rahmen der EU-Untersuchung könnte jeder Verstoß Geldstrafen von bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes von Meta nach sich ziehen.

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