Der Aktienkurs von Hubspot befindet sich seit Februar des letzten Jahres in einem deutlichen Abwärtstrend und hat Milliarden an Wert eingebüßt, wobei die Marktkapitalisierung von über 40 Milliarden $ auf heute 12 Milliarden $ gefallen ist. Dieser Rückgang könnte anhalten, da die Aktie eine große invertierte Cup‑and‑Handle‑Formation ausgebildet hat.

Der Aktienkurs von Hubspot hat eine große bärische Chartformation ausgebildet

Der Wochenchart zeigt, dass die HUBS‑Aktie in den vergangenen Monaten massiv eingebrochen ist und sich von einem Hoch von 880 $ im Februar des letzten Jahres auf aktuell 227 $ bewegt hat.

Am 22. Dezember bildete sich ein Todeskreuz, als sich der 50‑Wochen‑ und der 200‑Wochen‑Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) kreuzten. Dieses Muster gehört zu den häufigsten bärischen Signalen in der technischen Analyse.

Die Aktie ist unter die „Ultimate Support“‑Linie des Murrey‑Math‑Lines‑Tools bei 250 $ gefallen. Auch der Percentage Price Oscillator (PPO) und der Relative‑Stärke‑Index (RSI) fallen weiterhin; letzterer befindet sich nahe dem überverkauften Bereich.

Am wichtigsten: Die Aktie hat eine invertierte Cup‑and‑Handle‑Formation ausgebildet, ein verbreitetes bärisches Fortsetzungssignal. Sie nähert sich nun dem Griffbereich.

Daher wird die Aktie mittelfristig wahrscheinlich weiter fallen, möglicherweise bis zum nächsten wichtigen Ziel bei 150 $. Andererseits würde ein Anstieg über den Widerstand bei 300 $ die bärische Perspektive ungültig machen und auf weitere Gewinne hindeuten.

Hubspot-Aktie

HUBS‑Aktienchart | Quelle: TradingView 

Hubspots Geschäft wächst, steht aber vor Gegenwind 

Der bärische Kurssturz der HUBS‑Aktie erfolgt, während Anleger besorgt sind, dass KI‑Technologie Teile des Geschäfts ersetzen könnte, insbesondere in den Bereichen Marketing, Content‑Erstellung und Vertrieb.

Die jüngsten Zahlen zeigen jedoch, dass das Geschäft weiter wächst, und das Management geht davon aus, dass KI das Geschäft verbessern wird.

Die Zahlen zeigten, dass der Umsatz um 20 % im Jahresvergleich auf 847 Mio. $ stieg, wobei der Großteil im Abo‑Bereich erzielt wurde. Der Bruttogewinn stieg um 18 % auf 722 Mio. $, während das operative Ergebnis um 44 % auf 191 Mio. $ anzog.

Der Jahresumsatz von Hubspot stieg um 19 % auf 3,13 Mrd. $, während das operative Ergebnis um 26 % auf 582 Mio. $ anstieg. Analysten sehen trotz erheblicher Herausforderungen weiteres Wachstumspotenzial für das Geschäft.

Zum Beispiel liegt die durchschnittliche Schätzung unter Anlegern für den Umsatz des ersten Quartals zwischen 862 Mio. $ und 863 Mio. $, ein Anstieg von 21 %. Der Jahresumsatz wird bei etwa 3,7 Mrd. $ liegen, ein Plus von 18 % im Jahresvergleich. 

Das Unternehmen ist zudem günstiger geworden: Das erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (forward P/E) fiel auf 19,5 und liegt damit unter dem Sektor‑Median von 21. Das erwartete PEG‑Verhältnis liegt bei 0,65 und damit ebenfalls unter dem Sektor‑Median von 1,32.

Das Unternehmen gewinnt weiterhin neue Kunden, ein Hinweis darauf, dass das Angebot nachgefragt wird. Zum Ende des letzten Quartals hatte es 288.706 Kunden, ein Plus von 16 % im Jahresvergleich.

Gleichzeitig hat das Unternehmen mit Aktienrückkäufen begonnen, ein Schritt, der die ausstehenden Aktien reduziert und das Ergebnis je Aktie (EPS) steigert. In diesem Jahr wird es Aktien im Wert von 1 Mrd. $ zurückkaufen, eine bemerkenswerte Summe für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von etwa 12 Mrd. $.

Damit steht fest, dass technische Indikatoren und Fundamentaldaten aufeinanderprallen. In einem solchen Fall dürfte die Aktie zunächst weiter fallen, bevor sie im Laufe der Zeit wieder anzieht, wenn Anleger die Schwäche zur Nachkäufen nutzen.

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