Sail boat in Hong Kong.

Hongkong ist dabei, den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Finanzsektor zu regulieren. Dies geschieht als Teil einer umfassenderen Strategie, um sich als weltweit führender Anbieter von Web3 und Kryptowährungen zu etablieren.

Das Financial Services and Treasury Bureau (FSTB) bereitet einen Regulierungsrahmen vor, um den ethischen Einsatz von KI auf allen Finanzmärkten, einschließlich Handel, Bankwesen und Kryptowährungen, sicherzustellen.

Laut Bloomberg werden die Richtlinien auf Grundlage von Rückmeldungen von Interessenvertretern der Branche erstellt.

Ein Sprecher des FSTB gab bekannt, dass das Büro die internationalen Entwicklungen aufmerksam beobachtet und plant, noch in diesem Jahr eine „Grundsatzerklärung“ zu veröffentlichen, in der seine Haltung und Herangehensweise hinsichtlich KI auf den Finanzmärkten detailliert dargelegt werden.

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China, die Unternehmen wie OpenAI und Googles Gemini dazu veranlasst haben, ihre Dienste in Hongkong einzuschränken.

Als Reaktion darauf konzentriert sich die Sonderverwaltungszone darauf, die lokale Einführung von KI-Technologien zu fördern, um die Abhängigkeit von ausländischen Tools zu verringern.

Die neuen KI-Vorschriften werden voraussichtlich während der Hong Kong FinTech Week, die am 28. Oktober beginnt, fertiggestellt und bekannt gegeben.

Derzeit hat Hongkong Leitlinien für den Einsatz von KI in verbraucherorientierten Anwendungen festgelegt.

Diese im August von der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) eingeführten Richtlinien behandeln kritische Bereiche wie Governance und Rechenschaftspflicht, Fairness, Transparenz und Datenschutz.

Hongkongs vorsichtiger Vorstoß in Richtung Web3

Zusätzlich zu seinem Fokus auf KI hat Hongkong bedeutende Schritte unternommen, um sich als führender Knotenpunkt für Web3 und Kryptowährung zu positionieren.

Die Gerichtsbarkeit hat unterstützende Richtlinien umgesetzt und für regulatorische Klarheit gesorgt, um ein sicheres und transparentes Umfeld für den Sektor zu schaffen.

Letztes Jahr führte Hongkong ein Lizenzierungssystem für Handelsplattformen für Kryptowährungen ein, was zur Zulassung von zwei Börsen, HashKey und OSL, führte, die sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern ihre Dienste anbieten dürfen.

Ursprünglich konnten Privatkunden nur mit Bitcoin und Ethereum handeln, doch inzwischen hat HashKey sein Angebot um die Token LINK von Chainlink und AVAX von Avalanche erweitert.

Die Regulierungsbehörden in Hongkong haben gezeigt, dass sie Kryptowährungen mit beträchtlicher Marktkapitalisierung und ohne laufende Rechtsstreitigkeiten bevorzugen.

Diese Krypto-Assets müssen strenge Standards erfüllen, darunter Rechtsklarheit, ausreichende Marktliquidität, Transparenz des Entwicklungsteams und technologische Belastbarkeit.

Dieser Ansatz zeigt, dass Hongkong sich verpflichtet fühlt, Innovationen zu fördern und gleichzeitig die Interessen der Anleger durch eine strenge Regulierungsaufsicht zu schützen.

Die Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) hat ihre strengen Standards noch weiter unterstrichen und angekündigt, dass sie Börsen ihre Lizenzen entziehen könne, wenn diese bei regelmäßigen Inspektionen festgestellte Probleme nicht beheben.

Die SFC hat angekündigt, dass Plattformen, die die gemeldeten Bedenken nicht beheben, ihren Betrieb einstellen müssen.

Dieser umfassende Regulierungsrahmen spiegelt die strategischen Bemühungen Hongkongs wider, den technologischen Fortschritt mit einem robusten Anlegerschutz in Einklang zu bringen und so ein sicheres und innovatives Umfeld sowohl für den KI- als auch den Kryptowährungssektor zu gewährleisten.

The post Hongkong will im Kampf um die Web3-Führung KI-Vorschriften für Finanzmärkte einführen appeared first on Invezz