Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG (WKN: 605283) ist ein Hidden Champion, der hochwertige Fräsmaschinen und verlässliche Automatisierungslösungen bietet. Das Unternehmen profitiert vom weltweiten Fachkräftemangel sowie dem Bestreben, Prozesse zu automatisieren. In den letzten Jahren war die Marktmeinung zur Hermle-Aktie von Angst geprägt – dem bekannten Rat von Warren Buffett folgend wurden wir gierig. Im jetzigen Jahresverlauf ist der Kurs nun immerhin um 25 % gestiegen und deutet somit eine mögliche Trendwende an.

Ein wichtiger fundamentaler Treiber ist das US-Technologieunternehmen Hadrian, das im August 2026 eine große Finanzierungsrunde zur Expansion automatisierter Fertigungsstätten durchführte. Auch wenn sich solche Großaufträge für neue Werke erst mit zeitlicher Verzögerung in den Auftragsbüchern niederschlagen, profitiert Hermle als Schlüssellieferant hochpräziser 5-Achs-Zentren bereits heute von der Nachfrage moderner US-amerikanischer Fertigungsunternehmen.

Der Auftragseingang von Hermle wird durch Zukunftssektoren angekurbelt

Aufgrund dieser und anderer Nachfragen verzeichnete Hermle ein starkes erstes Halbjahr: Der Auftragseingang kletterte um 16,1 % auf 273,9 Mio. Euro, während der Umsatz um 7,9 % auf 239,2 Mio. Euro wuchs. Haupttreiber dieser Entwicklung waren die Zukunftssektoren Aerospace und Defence sowie die Chipindustrie und das starke USA-Geschäft. Bremsend wirkten hingegen die schleppende Industriekonjunktur in Deutschland, anhaltend hohe Materialkosten sowie bürokratische Auflagen. Trotz dieser leichten Bremse sprang das Betriebsergebnis (EBIT) überproportional um 67,3 % von 15,3 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro an.

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