Die HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) ist am Donnerstag im nachbörslichen Handel stark eingebrochen. Das steckt hinter dem satten Kursminus von 16% und so sind die Aussichten auf eine Erholung der Papiere:
HelloFresh vorgestellt
- HelloFresh mit Sitz in Berlin ist ein Anbieter sogenannter „Kochboxen“. Das sind Pakete mit vorbereiteten Zutaten, vorwiegend aus lokalem Anbau, und einem Rezept. Diese können von Verbrauchern selbst zu Mahlzeiten zubereitet werden.
- Die Kochboxen sind in Abonnements erhältlich. Neben Deutschland ist der Kochboxenversender in zahlreichen weiteren Ländern aktiv.
- Das 2011 gegründete Unternehmen ist Mitglied im deutschen Nebenwerteindex MDAX. An der Börse ist HelloFresh ca. 2,0 Milliarden € wert.
Horrorzahlen & -16%
Am Donnerstag nach Börsenschluss gab es für HelloFresh-Aktionäre einige Schocknachrichten. Der Kochboxenversender legte überraschend vorläufige Zahlen vor und sorgte damit für einen massiven Abverkauf. In der Spitze fielen die Papiere unter die Marke von 10 €.
Konkret meldete HelloFresh für 2023 einen auf Vorjahresniveau stagnierenden Umsatz von 7,6 Milliarden € (2-5% Wachstum erwartet) und ein bereinigtes EBITDA von 448 Millionen € (mittlerer Schätzungswert 450 Millionen €). Im Vorjahr hatte man noch 477 Millionen € erwirtschaften können.
Aufgrund dieser Ergebnisse, die die Erwartungen verfehlten, rechnet das MDAX-Unternehmen für 2024 mit einem Umsatzwachstum von 2-8%, womit die Prognosen der Analysten von 7,1% nicht erfüllt wurden. Das bereinigte EBITDA soll zudem im laufenden Jahr erneut zurückgehen – auf 350 bis 400 Millionen €.
Im Angesicht dieser schlechten Aussichten strich der Konzern zusätzlich die eigenen Ziele bis 2025 von 10 Milliarden € Umsatz und einer Milliarde € bereinigtem EBITDA.
Auf Niveau 2019
Schaut man auf diese katastrophalen Zahlen, dann ist es kein Wunder, dass die Aktie nach dem Absturz auf demselben Niveau wie 2019 notiert. Der steile Abwärtstrend bleibt damit intakt und eine charttechnische Erholung ist nicht absehbar.
Freuen dürfte dies besonders die zahlreichen Leerverkäufer von HelloFresh. Mit einer Short-Quote im Bereich der 8% auf den Free Float ist der Kochboxenversender eine der am stärksten geshorteten Aktien Deutschlands.
Ein fallendes Messer
Nach diesen Horrorzahlen und dem nachbörslichen Absturz des Aktienkurses unter die Marke von 10 € kann das Fazit zu HelloFresh nur lauten: dringend Finger weg von der Aktie. Der Kochboxenversender hat eine ganze Wagenladung an Problemen, angefangen bei der schlechten Konjunktur und der schwindenden Nachfrage. Ob und wann eine Erholung stattfindet, ist nicht absehbar, vermutlich dürfte dies aber einige Jahre in Anspruch nehmen.
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