
Alphabet Inc (GOOGL) steht am Donnerstagmorgen im Fokus, nachdem Thomas Kurian, der Geschäftsführer von Google Cloud, sagte, bestehende Kunden würden etwa 50 % mehr als ihre ursprünglichen Ausgabenzusagen investieren.
Kurians Äußerungen in einem Interview mit dem Mad Money-Moderator Jim Cramer folgen auf GOOGLs starke Ergebnisse für das zweite Quartal (Q2), die ein beeindruckendes Cloud‑Umsatzwachstum von 82 % im Jahresvergleich zeigten.
Um mit der überwältigenden Unternehmensnachfrage Schritt zu halten, plant der Hyperscaler, vorübergehend Drittanbieter‑Infrastruktur von den Neocloud‑Anbietern CoreWeave und Nebius zu mieten, bestätigte er.
Trotz Kurians optimistischer Aussagen und des soliden Q2‑Ergebnisses fallen die Google‑Aktien zum Zeitpunkt der Veröffentlichung; sie liegen inzwischen mehr als 20 % unter ihrem Mai‑Hoch.
Bedeutung von Kurians Äußerungen für die Google‑Aktie
Kurians Äußerungen vom 23.rd Juli bekräftigen, dass die „aggressiven“ Investitionen des Unternehmens in künstliche Intelligenz (KI) unmittelbare kommerzielle Erträge liefern und nicht unnötig die Kosten erhöhen.
„Es läuft auf die Differenzierung in unserem Produktportfolio, die Stärke unserer Go‑to‑Market‑Umsetzung hinaus, und das sieht man sowohl bei den Umsatzzahlen als auch beim Wachstum des Betriebsergebnisses“, fügte er hinzu.
Obwohl die Miete von Drittanbieter‑Rechenkapazität die Bruttomarge vorübergehend belasten kann, betonte Kurian, dass die Akquise von hochwertigen Unternehmenskunden jetzt langfristig verzinsliche, wachstumssteigernde Effekte erzeugen wird.
Alles in allem liefert Kurians Transparenz für Anleger, die befürchten, Hyperscaler würden spekulative Infrastruktur ohne garantierte Abnehmer aufbauen, greifbare Belege für reale, noch nicht erfüllte kommerzielle Nachfrage, die Googles Wachstumspfad direkt validiert.
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GOOGL‑Aktien stehen am Donnerstag unter Druck, hauptsächlich weil das Management seine Capex‑Prognose für das Gesamtjahr auf mindestens 195 Milliarden USD (ca. 170,1 Milliarden €) angehoben hat, nachdem es allein im zweiten Quartal nahezu 45 Milliarden USD (ca. 39,3 Milliarden €) eingesetzt hatte.
Betrachtet man diese Kapitalallokation durch Kurians operative Kommentare, wandelt sich ein scheinbares Ausgabenrisiko in einen bullischen Indikator.
Anstatt ohne Nachfrage Überkapazitäten aufzubauen – wie es der Dot‑com‑Blase geähnelt hätte – adressieren Alphabets aggressive Infrastrukturausgaben die Kunden‑„Überkonsumtion“ und einen wachsenden Cloud‑Auftragsbestand.
Mit einem Cloud‑Umsatz, der im zweiten Quartal auf 24,8 Milliarden USD (ca. 21,6 Milliarden €) anwuchs, wandelt jeder in Rechenzentren und spezialisierte Silicon‑Lösungen gesteckte Dollar sich in Top‑Line‑Konversion um.
Wenn diese KI‑Investitionen reifen und interne Kapazitäten externe Mieten ersetzen, sollte die operative Hebelwirkung zunehmen und Googles Wettbewerbsposition im Unternehmens‑KI‑Bereich stärken.
Wie die Wall Street empfiehlt, Alphabet Inc. zu handeln
Ein Teil der Schwäche der GOOGL‑Aktie in dieser Morgenstunde spiegelt zudem breitere makroökonomische Nervosität angesichts eines eskalierenden US‑Iran‑Konflikts wider.
Die Kerngeschäfte von Alphabet im Suchbereich bleiben jedoch sehr cashgenerierend, und das Cloud‑Geschäft weitet die Margen aus und gewinnt Marktanteile.
Für langfristige Investoren rechtfertigt das, den Rücksetzer heute zu nutzen. Beachten Sie, dass Wall‑Street‑Analysten für den Rest des Jahres 2026 ebenfalls sehr bullisch gegenüber Google bleiben.
Die Konsensbewertung für den multinationalen Tech‑Riesen liegt derzeit bei Strong Buy – mit dem durchschnittlichen Kursziel von fast $435, das ein Potenzial für weitere rund 35 % Aufwärtspotenzial signalisiert.
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