Hamborner Reit Aktie: Ein weiterer Corona-Verlierer!

Am Mittwoch hat der Bundestag das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ verabschiedet. Darin wird unter anderem geregelt, dass Mietern in Zeiten der Corona-Pandemie nicht mehr gekündigt werden darf.

Konkret: Wenn Mieter durch finanzielle Belastungen aufgrund des Coronavirus nicht mehr in der Lage sind, ihre Mietbeträge für die Monate April, Mai und Juni zu bezahlen, können diese Verpflichtungen aufgeschoben werden. Der Zeitraum zwischen April und Ende Juni gilt explizit als vorläufig und kann somit entsprechend der Virusausbreitung noch weiter verlängert werden.

Für die Vermieter wiederum bedeutet das mitunter massive kurzfristige Einbußen, wie nun auch der Immobilienkonzern Hamborner Reit einräumen musste. So hat das auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Unternehmen im Rahmen der Bilanzvorlage am Donnerstag jetzt seine Prognose für das laufende Jahr kassiert.

Prognose kassiert: Hamborner Reit befürchtet ausbleibende Mietzahlungen

Demnach erwartet Hamborner Reit, dass Mieter infolge des neuen Gesetzes Mietzahlungen einschränken oder gar gänzlich aussetzen werden. Je nach Entwicklung der Pandemie rechne man zudem damit, „dass ein Teil dieser Mieter ihren Zahlungsverpflichtungen auch nach Ablauf des zuvor genannten Zeitraums [April bis Ende Juni 2020, Anm.d.A.] nicht oder nur teilweise nachkommt“.

Deshalb habe man den am 5. Februar veröffentlichten Ausblick zu Pacht- sowie Mieterlösen und den Funds From Operations (FFO; Kennzahl zur operativen Geschäftsentwicklung) für das Fiskaljahr 2020 zurückgezogen. „Bedingt durch die Dynamik der Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19 ist es dem Vorstand derzeit nicht möglich, eine Vorhersage zur weiteren Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 zu treffen“, hieß es in der Pressemitteilung. Hamborner Reit werde eine neue Prognose veröffentlichten, „sobald sich die Folgen von COVID-19 auf das Geschäft belastbar absehen lassen“.

Liquidität sei im laufenden Jahr gesichert

Immerhin: Der Gewerbeimmobilien-Vermieter sieht sich für das laufende Jahr gerüstet. So verfüge man derzeit über eine Liquidität von etwa 70 Millionen Euro. Darin beinhaltet seien verfügbare Barmittel und kurzfristig abrufbare Kredite aus abgeschlossenen Finanzierungsverträgen.

Auch verfüge man über einige nicht beliehene Immobilien, „welche ggf. zur Zuführung weiterer Finanzmittel verwendet werden können“. „Auf dieser Basis geht der Vorstand davon aus, dass die Liquidität der HAMBORNER REIT AG im Geschäftsjahr 2020 zu jeder Zeit ausreichend sein wird.“

[Finanztrends]

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