Gold steadies as Trump-Xi talks and Iran risks support prices, while sticky US inflation limits gains and clouds Fed rate-cut hopes.

Der Goldpreis setzte seinen starken Abwärtstrend am Montag fort und erreichte den tiefsten Stand seit dem 30. März. Er notierte bei $4,545 und liegt damit fast 20 % unter dem Höchststand in diesem Jahr. Dieser Rückgang setzte sich fort, während die Gegenwinde zunahmen, obwohl Goldman‑Sachs‑Analysten einen wichtigen potenziellen Katalysator identifizierten.

Goldpreis fällt, da erhebliche Gegenwinde auftauchen

Gold erlitt am Montag einen starken Rückgang, da Investoren weiterhin wegen des Potenzials militärischer Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran besorgt sind. 

In einer Erklärung am Sonntag warnte Präsident Donald Trump den Iran, die Uhr laufe, und drängte dessen Führung, eine Einigung zu erzielen. 

Trump ist frustriert, weil der Iran den maximalistischen US‑Forderungen nicht nachgegeben hat, zu denen die Wiederöffnung der Straße von Hormuz und die Übergabe von nuklearem Material gehören.

Ein Wiederbeginn des Krieges wäre katastrophal für die Weltwirtschaft. Rohölpreise würden stark anziehen, und es käme in vielen Ländern zu Engpässen, insbesondere wenn Iran beschließt, das Rote Meer zu blockieren. 

Dies würde wiederum zu höherer Inflation in den USA und anderen Ländern führen. Ein vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichter Bericht zeigte, dass der headline Consumer Price Index (CPI) auf 3,8 % sprang, während der Producer Price Index (PPI) auf 6 % anstieg. 

Der Goldpreis fällt häufig in Phasen hoher Inflation, da diese tendenziell die Anleiherenditen nach oben treibt. Tatsächlich zeigen Daten, dass die zehnjährigen und dreißigjährigen Renditen am Montag auf 4,2 % bzw. 5,15 % sprangen. Das bedeutet, dass die Federal Reserve die Zinssätze voraussichtlich für einige Zeit auf dem aktuellen Niveau halten wird. 

Goldman Sachs erwartet sprunghaften Anstieg der Goldnachfrage

Der Goldpreis ist auch gesunken, weil die Nachfragebedenken anhalten. Indiens Narendra Modi hat seine Bürger aufgerufen, in diesem Jahr keinen Goldkauf zu tätigen, da die Rupie stark fällt. Das Ausbleiben von Goldkäufen soll Kapitalabflüsse aus dem Land verhindern. 

Gold‑ETFs verzeichneten in den vergangenen Monaten ebenfalls erhebliche Abflüsse. Daten zeigen, dass der SPDR Gold ETF (GLD) und der iShares Gold Trust (IAU) in diesem Jahr Milliarden an Vermögenswerten verloren haben. 

Trotzdem sind Goldman‑Sachs‑Analysten der Ansicht, dass die robuste Akkumulation durch Zentralbanken positiv für Gold sein wird. In einer Notiz prognostizierten die Analysten, dass Zentralbanken dieses Jahr weiterhin mindestens 60 Tonnen Gold pro Monat kaufen werden, mehr als die vorherige Schätzung. Die 12‑monatige Akkumulation bis März lag im Schnitt bei etwa 50 Tonnen Gold.

Technische Analyse des XAU‑Preises

Goldpreis

Goldpreischart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Goldpreis in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen ist und sich vom Rekordhoch von $5,607 auf das aktuelle Niveau von $4,545 bewegte. Es wurde eine fallende Trendlinie ausgebildet, die die höchsten Schwünge seit Januar dieses Jahres verbindet.

Gold ist unter den 50‑Tage‑Durchschnitt gefallen, ein Zeichen dafür, dass die Bären vorerst die Kontrolle haben. Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass Gold kurzfristig weiterhin unter Druck bleibt.

Sollte dies so bleiben, liegt das erste zu beobachtende Ziel bei $4,400. Ein Anstieg über die fallende Trendlinie würde jedoch die bärische Sichtweise ungültig machen und auf weitere Gewinne hindeuten. Ein solcher Ausbruch könnte weitere Zugewinne bis zur psychologischen Marke von $5,000 auslösen.

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