
Goldman Sachs meldete einen um 19% gestiegenen Gewinn im ersten Quartal, da eine Erholung bei Fusionen und Übernahmen sowie starker Aktienhandel eine nahezu rekordverdächtige Performance der Kernbereiche Corporate Banking und Markets antrieben.
Die Wall-Street-Bank teilte mit, der auf Stammaktionäre entfallende Gewinn stieg auf MONEY value=“5400000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“, bzw. $17.55 je Aktie, nach MONEY value=“4580000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“, bzw. $14.12 je Aktie, im Vorjahr.
Es war das zweitbeste Quartal der Bank überhaupt bei Gewinn und Umsatz und lag nur hinter dem ersten Quartal 2021.
Der Umsatz stieg um 14% auf MONEY value=“17230000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“, gegenüber MONEY value=“15060000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“ im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Zahlen wurden durch robustes Dealmaking und verstärkte Handelsaktivität gestützt, da Kunden in den durch den andauernden Iran-Krieg und steigende Energiepreise geprägten volatilen globalen Märkten navigierten.
Die Aktie fiel jedoch nach der Veröffentlichung der Ergebnisse um 4%.
Volatilität stärkt Handelsbereiche
Die globalen Märkte wurden durch geopolitische Spannungen erschüttert, wobei höhere Rohölpreise Inflationssorgen schürten und das Risiko einer breiteren wirtschaftlichen Abkühlung erhöhten.
Dieses Umfeld veranlasste Investoren, Portfolios neu zu bewerten und Risiken abzusichern, was die Aktivität an den Handelsdesks ankurbelte.
Goldmans Erlöse aus Vermittlung und Finanzierung im Aktienhandel stiegen um 27% auf einen Rekordwert von MONEY value=“5330000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“.
Die Erlöse aus dem Fixed-Income-, Devisen- und Rohstoffgeschäft fielen hingegen um 10% auf MONEY value=“4010000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“.
Der Anstieg beim Aktienhandel spiegelt ein erhöhtes Kundenengagement wider, da Investoren ihre Portfolios angesichts der gestiegenen Unsicherheit neu positionieren.
Solche Volatilität kommt großen Banken typischerweise zugute, da sie Gebühren aus der Abwicklung von Transaktionen mit Aktien, Anleihen und Derivaten generieren können.
„Die geopolitische Lage bleibt sehr komplex – diszipliniertes Risikomanagement muss daher weiterhin Kernbestandteil unseres Handelns sein“, sagte Goldman-Sachs-CEO David Solomon in einer Erklärung.
Deal-Aktivität erholt sich kräftig
Eine Wiederbelebung des globalen Dealmakings trug ebenfalls maßgeblich zur Performance von Goldman bei.
Die Gebühren im Investmentbanking stiegen im ersten Quartal auf MONEY value=“2840000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“, ein Anstieg von 48% gegenüber dem Vorjahr.
Die globalen M&A-Volumina erreichten im Quartal MONEY value=“1380000000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“, so Daten von Dealogic, und verdeutlichten eine Wiederbelebung der Unternehmensaktivität trotz geopolitischer Gegenwinde.
Analysten von Jefferies schätzten, dass die globalen M&A-Proxy-Gebühren im Jahresvergleich um 19% auf MONEY value=“11300000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“ kletterten, wobei Goldman bei den Marktanteilen führend sei.
Die Bank beriet bei mehreren hochkarätigen Transaktionen, darunter die geplante Fusion von Unilevers Lebensmittelgeschäft mit McCormick zu einem Unternehmen im Wert von MONEY value=“65000000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“, sowie Equitables vorgeschlagener Zusammenschluss mit Corebridge zur Bildung eines Versicherers im Wert von MONEY value=“22000000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“.
Die Deal-Pipeline wurde von einer Kombination aus einer wachsenden Wirtschaft, erheblichen Investitionen in künstliche Intelligenz und der Erwartung einer lockereren Regulierung unter der Administration von Präsident Donald Trump gestützt.
Ausblick durch geopolitische Risiken gedämpft
Mit Blick nach vorn erwarten Führungskräfte an der Wall Street ein starkes Jahr für Fusionen und Übernahmen, da Private-Equity-Firmen Ausstiege anstreben und mehrere große Technologieunternehmen, darunter SpaceX und Anthropic, einen Börsengang vorbereiten.
Gleichzeitig bestehen jedoch Unsicherheiten.
Investoren sind vorsichtiger geworden hinsichtlich der Exponierung von Banken gegenüber Private Credit und breiteren makroökonomischen Risiken, was in den letzten Monaten zu Druck auf Bankwerte beigetragen hat.
Es besteht auch die Sorge, dass eskalierende Spannungen im Nahen Osten die Inflation anheizen und das Dealmaking dämpfen könnten, falls sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern.
Trotz dieser Risiken bietet das aktuelle Umfeld aus erhöhter Volatilität und anhaltender Unternehmensaktivität weiterhin einen unterstützenden Hintergrund für Investmentbanken, insbesondere für solche mit starken Handels- und Beratungssparten.
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