
Der Goldpreis verzeichnete über Nacht einen starken bärischen Ausbruch und erreichte sein niedrigstes Niveau seit dem 23. März dieses Jahres. Er fiel auf ein Tief von $4,180 und liegt damit mehr als 25% unter seinem diesjährigen Höchststand. Dieser Rückzug könnte anhalten, da sich vor dem US-Inflationsbericht ein Todeskreuz gebildet hat.
Goldpreis rutscht, während sich der Konflikt zwischen USA und Iran zuspitzt
Es gibt Anzeichen für eine Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Nach Angaben der Vereinigten Staaten griff Iran einen US-Apache-Hubschrauber an, der die Straße von Hormus überwachte. Das US-Personal wurde nicht verletzt, doch Trump sagte, das Militär habe auf diese Angriffe reagieren müssen.
Die US-Streitkräfte reagierten mit mehreren Angriffen auf wichtige iranische Ziele, darunter deren terrestrische Überwachungssysteme. Iran seinerseits führte Angriffe auf wichtige US-Einrichtungen in Bahrain aus.
Israel flog anschließend weitere Angriffe im Libanon, ein Schritt, der Iran provozieren und die USA dazu drängen soll, den Waffenstillstand zu beenden. Analysten gehen davon aus, dass Israel einen vollständigen Wiederbeginn des Krieges anstrebt, um Iran weiter zu schwächen. Trump hingegen will sich zurückziehen in der Hoffnung, dadurch seine Zustimmungswerte zu verbessern.
Gold reagiert sehr sensitiv auf die laufenden Entwicklungen im Nahen Osten. Es fällt häufig bei einer Eskalation, da dies normalerweise zu höheren Energiepreisen führt, die die Inflation im Zeitverlauf antreiben.
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US-Verbraucherinflationsbericht steht bevor
Der Goldpreis korrigierte, während sich die USA auf die Veröffentlichung des neuesten Verbraucherinflationsberichts vorbereiteten. Ökonomen, die von Reuters befragt wurden, sowie eine Umfrage von Polymarket zeigen, dass Analysten erwarten, dass der headline Consumer Price Index (CPI) im Mai auf 4,2% gestiegen ist. Sollte dies zutreffen, wäre es die höchste Inflationsrate seit Beginn der Präsidentschaft von Joe Biden.
Ein weiterer am Donnerstag erwarteter Bericht dürfte zeigen, dass der Producer Price Index (PPI) im Mai auf 6,4% gestiegen ist, nach 6,0% im Vormonat. Diese Zahlen entfernen sich weiter vom 2%-Ziel der Federal Reserve.
Die Daten erscheinen nur wenige Tage nach der Veröffentlichung eines starken Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Berichts der USA. Dieser zeigte, dass der Arbeitsmarkt robust ist und die Wirtschaft im Monat mehr als 172.000 Stellen geschaffen hat. Der private Sektor fügte im Mai laut ADP 122.000 Stellen hinzu.
Daher deuten diese Zahlen darauf hin, dass die Federal Reserve die Zinsen später in diesem Jahr anheben wird. Der Goldpreis tendiert in der Regel dazu, den Markt zu unterperformen, wenn die Fed die Zinsen anhebt.
Technische Analyse des XAU-Preises

Goldpreis-Chart | Quelle: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass Gold von einem Januar-Hoch von $5,598 auf ein Tief von $4,178 heute gefallen ist. Es brach unter die wichtige Unterstützung bei $4,300 und erreichte damit das niedrigste Niveau seit dem 24. März.
Ein genauerer Blick zeigt, dass sich ein Todeskreuz gebildet hat, als sich die 50-Tage- und 200-Tage-EMA (Exponentielle gleitende Durchschnitte) kreuzten. Dieses Muster führt normalerweise zu weiterem Abwärtsdruck.
Somit besteht das Risiko, dass der Kurs weiter auf $4,092 fällt, dem Tiefststand vom 23. März. Ein Unterschreiten dieses Niveaus würde auf weiteres Abwärtspotenzial hindeuten, da die Aufwärtsphase der Elliott-Wellen-Struktur an Fahrt gewinnt.
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