
Hewlett Packard Enterprise (HPE) Aktien stehen heute Morgen mehr als 25% höher, nachdem das Unternehmen ein Rekord‑Q2 gemeldet und eine beeindruckende Prognose für das Gesamtjahr vorgelegt hat.
Gegenüber dem Jahrestief Ende Februar haben sich die HPE‑Aktien bereits beinahe verdreifacht – ein leitender Analyst von Loop Capital sieht jedoch weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial.
Ananda Baruah stufte den auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Serveranbieter am Dienstag auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel auf 75 USD an, was ein weiteres Aufwärtspotenzial von rund 30% gegenüber dem aktuellen Niveau signalisiert.
Warum Loop Capital weiteres Aufwärtspotenzial bei der HPE‑Aktie sieht
In seiner Research‑Notiz schrieb Baruah, die Finanzergebnisse von Hewlett Packard für das zweite Quartal signalisierten eine grundlegende Verschiebung in der Unternehmensnachfrage – nicht lediglich eine einmalige Gewinnüberraschung.
„Das April‑Quartal war ein historisches Ausreißer‑Quartal, da die Einführung von Agentic und Inferencing nicht nur das Umsatzwachstum verstärkt, sondern auch eine Ausweitung der Betriebsmarge auslöst“, sagte er den Kunden.
Laut Loop Capital befinden sich kommerzielle Inferenz‑Investitionen noch in einem frühen Stadium, was darauf hindeutet, dass das Servergeschäft von HPE über mehrere Jahre hinweg ein erhöhtes Wachstum aufrechterhalten könnte.
Auch aus technischer Sicht liegt die HPE‑Aktie derzeit klar über ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs), mit einem RSI im frühen 90er‑Bereich, der auf außergewöhnlichen Kaufdruck hinweist.
Eine Dividendenrendite von 0,97% macht Hewlett Packard zudem als langfristige Anlage noch attraktiver.
Hewlett Packard‑Aktien sind günstiger bewertet als Dell
Für das Geschäftsjahr 2026 insgesamt erwartet HPE nun, dass der Umsatz mindestens um 29% steigt, gestützt auf ein 72%iges Wachstum im Bereich Networking.
„Wenn die aktuelle … Networking‑Explosion sich in eine dauerhafte, mehrjährige Architekturüberholung statt in einen zyklischen Anstieg verwandelt, werden die Schätzungen für die Folgejahre weiterhin nach oben revidiert“, schrieb Baruah.
Investoren sollten außerdem beachten, dass Hewlett Packard‑Aktien derzeit nahezu zum 22‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt werden – ein Bewertungsmultiplikator, der sie deutlich günstiger macht als der Wettbewerber Dell mit 35x.
Zudem hat HPE historisch sowohl den Juni als auch den Juli im Plus beendet – ein saisonaler Trend, der seine kurzfristige Attraktivität als Investment stützt.
Juniper‑Deal positioniert HPE‑Aktien für weitere Gewinne
Über die unmittelbare Servernachfrage hinaus dürfte der mittelfristige Wachstumsmotor von HPE durch die erfolgreiche Integration von Juniper Networks an Fahrt gewinnen.
Diese mit Spannung erwartete Konsolidierung verändert die Architektur von Hewlett Packard Enterprise, indem sie hochmargige KI‑Infrastruktur für Unternehmen mit tiefgreifenden cloudnativen Netzwerkfähigkeiten verbindet.
Durch die Integration von Junipers fortschrittlicher Mist AI über das Produktportfolio erweitert HPE sein adressierbares Marktpotenzial in Hybrid‑Cloud‑Umgebungen und beim Edge‑Computing erheblich.
Die Synergie optimiert nicht nur Cross‑Selling‑Chancen gegenüber einer großen, loyalen Unternehmenskundenbasis, sondern führt auch einen äußerst lukrativen, wiederkehrenden Software‑as‑a‑Service (SaaS)‑Umsatzstrom ein.
Wenn sich diese Integrationseffizienzen in den kommenden Quartalen materialisieren, werden sie einen starken, langfristigen Margenschutz und anhaltende strukturelle Rückenwinde bieten, die den HPE‑Kurs weiter antreiben.
Es sei darauf hingewiesen, dass Wall Street insgesamt bei Verfassen dieses Berichts eine Konsens‑Einstufung von „moderate buy“ für Hewlett Packard Enterprise hat.
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