Die Krypto-Börse Gemini hat über ihre Tochtergesellschaft Gemini Olympus eine Lizenz als Derivatives Clearing Organisation (DCO) erhalten, was einen wichtigen Schritt in dem Vorstoß des Unternehmens in regulierte Krypto-Derivate und Prognosemärkte in den USA darstellt.

Die Genehmigung wurde von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erteilt und gibt Gemini die Befugnis, eine eigene Clearing-Infrastruktur für Derivateprodukte zu betreiben.

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Die Genehmigung ermöglicht es dem Unternehmen, Handelsgeschäfte intern zu clearen und abzuwickeln, anstatt sich auf externe Clearing-Firmen zu verlassen.

Sie erweitert außerdem Geminis regulatorische Präsenz, während der Wettbewerb unter Krypto-Börsen, die regulierte Derivategeschäfte auf dem US-Markt aufbauen wollen, zunimmt.

Das Unternehmen hatte zuvor eine Lizenz als Designated Contract Market (DCM) erhalten, die das Listing und den Handel von Derivateprodukten erlaubt.

Mit dem zusätzlichen DCO-Status kann Gemini nun Clearing-Operationen übernehmen, die an diese Kontrakte gebunden sind.

Gemini baut regulierte Derivate-Infrastruktur aus

Durch den Betrieb einer eigenen Clearingstelle gewinnt Gemini direktere Kontrolle darüber, wie Derivategeschäfte verarbeitet und abgesichert werden.

Laut den für die Genehmigung eingereichten Regulierungsunterlagen plant Gemini Olympus, vollständig besicherte Derivateprodukte zu unterstützen, darunter Futures, Optionen, Perpetual-Kontrakte und ereignisbasierte Märkte.

Die Struktur soll außerdem Prognosemarktangebote unterstützen, die sich auf finanzielle, wirtschaftliche, politische und sportbezogene Ergebnisse beziehen.

Gemini Titan, eine weitere Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit der Derivateinfrastruktur des Unternehmens, soll die Einführung dieser Ereigniskontrakte und Prognosemarkt-Dienste unterstützen.

Das Unternehmen gab an, dass die operativen Vorbereitungen vor dem offiziellen Start der Produkte noch im Gange sind.

Die Genehmigung positioniert Gemini außerdem in einer relativ kleinen Gruppe von krypto-nativen Unternehmen in den USA, die sowohl über DCM- als auch DCO-Fähigkeiten verfügen.

Diese Kombination verschafft Börsen größere operative Unabhängigkeit, da sie sowohl Handelsaktivitäten als auch die Nachhandelsabwicklung innerhalb desselben regulatorischen Rahmens verwalten können.

Der Wettbewerb auf dem US-Markt für Krypto-Derivate nimmt zu

Die jüngste Genehmigung für Gemini erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem große Krypto-Unternehmen stark in regulierte Derivateinfrastruktur investieren.

Coinbase hat sein Derivategeschäft nach der Übernahme der Derivatebörse FairX ausgeweitet, die später in Coinbase Derivatives Exchange umbenannt wurde.

Unterdessen hat auch Kraken die Expansion in den regulierten Futures-Handel vorangetrieben, da der Wettbewerb um institutionelle Kunden zunimmt.

Prognosemärkte haben ebenfalls branchenweit Aufmerksamkeit erlangt, nachdem die Nachfrage nach ereignisbasierten Kontrakten, die an Wahlen, wirtschaftliche Kennzahlen und Sportergebnisse gekoppelt sind, gestiegen ist.

Mehrere Unternehmen prüfen inzwischen föderal regulierte Strukturen, die es diesen Produkten ermöglichen würden, unter der Aufsicht der CFTC zu operieren.

Der vertikal integrierte Ansatz von Gemini könnte es der Börse ermöglichen, beim Start neuer Derivateprodukte schneller vorzugehen, sobald die operativen Anforderungen finalisiert sind.

Regulierungsunterlagen deuten darauf hin, dass das Unternehmen beabsichtigt, Clearing-Dienstleistungen direkt für berechtigte Marktteilnehmer und Clearing-Mitglieder von Futures Commission Merchants anzubieten.

Das Unternehmen hat zudem angegeben, dass es in Zukunft möglicherweise noch eine Futures Commission Merchant (FCM)-Lizenz anstreben wird, was seinen Derivate-Regulierungsrahmen im CFTC-System weiter vervollständigen würde.

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