Gazprom: Es hagelt Kritik!

Gazprom ist derzeit in keiner einfachen Situation: Die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee könnte erheblich teurer werden als veranschlagt: Sollte sich Dänemark weiter weigern, die Verlegung der Rohre durch ihr Hoheitsgebiet zu genehmigen, müsste das Konsortium um den russischen Gasriesen für einen unvorhergesehenen Umweg mit erheblichen Mehrkosten rechnen. Doch offenbar verdient Gazprom noch immer genügend, um sich außerhalb seines angestammten Metiers zu engagieren – doch auch hierbei hagelt es Kritik.

„Beitrag zum kulturellen Austausch“

Denn die Salzburger Festspiele haben laut des Bayerischen Rundfunks (BR) zur 100-Jahr-Feier neue Sponsoren gefunden: Die Energiekonzerne Gazprom aus Russland und OMV aus Österreich wollten 2020 die Neuinszenierung einer russischen Oper finanzieren – eventuell Mussorgskijs „Boris Godunow“. Die Kooperation sei „ein besonders schönes und sinnvolles Jubiläumsgeschenk“, wird Festspiel-Chefin Helga Rabl-Stadler aus einer OMV-Pressemitteilung zitiert. Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der OMV, sehe in der Zusammenarbeit einen „Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Österreich und Russland“, heißt es in dem Bericht.

„Zusammenarbeit ein falsches Signal“

Doch laut BR folgte der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Gazprom, OMV und den Festspielen umgehend Kritik, insbesondere von den österreichischen Grünen. „In Zeiten der sich zuspitzenden Klimakrise ist diese Zusammenarbeit ein falsches Signal“, wird Heinrich Schellhorn, Landessprecher der Salzburger Grünen, zitiert. Auch Tomas Friedmann, Leiter des Salzburger Literaturhauses, ist alles andere als begeistert: „Gazprom gehört aktuell zu den größten Kohlendioxid-Emittenten weltweit“, sagte er der Kronen-Zeitung. „Eine öffentliche Institution wie die Festspiele tun sich selber keinen Gefallen mit dieser Finanztransaktion.“

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