Gazprom: Die Milliarden-Frage!

Der Plan der USA unter Präsident Donald Trump ging auf: Eigentlich sollte die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 bereits Anfang dieses Jahres an den Start gehen. Dass daraus nichts wird, ist bereits seit Dezember klar: Wegen der angedrohten US-Sanktionen gegen Partnerfirmen von Gazprom bei der Verlegung der Gasleitung, sind diese längst abgesprungen. Das Projekt wird sich mindestens um mehrere Monate verzögern. Die große Frage ist nun: Um wie viele? Und was wird das Gazprom-Projekt, das bereits zu mehr als 80 Prozent fertiggestellt ist, am Ende kosten?

Mehr als ein Jahr Verspätung?

Seit dem Ausstieg eines Schweizer Subunternehmers ruhen die Bauarbeiten. Wladimir Putin zeigte sich jüngst offenbar dennoch zuversichtlich: „Ich hoffe, die Arbeiten werden Ende dieses Jahres oder im ersten Vierteljahr 2021 beendet, und die Pipeline kann in Betrieb genommen werden“, wird der russische Präsident vom Deutschlandfunk zitiert.  Russland könne die Nord Stream 2 „ohne Frage allein fertigstellen, ohne ausländische Partner“. Doch die Verzögerung von möglicherweise mehr als einem Jahr könne für Russland und den Staatskonzern Gazprom durchaus schmerzhaft werden, heißt es. Bereits im Dezember war in Medienberichten von Milliarden die Rede, die durch die US-Sanktionen an Mehrkosten entstehen könnten.

Bislang keine Erfahrung

Doch laut Sergej Kapitonow, Leiter des Zentrums für Energiewirtschaft an der Moscow School of Management, bleibe Gazprom gar nichts anderes übrig, als die Pipeline alleine zu Ende zu bauen. „Es gibt zwar eine ganze Reihe anderer Verlegeschiffe auf der Welt, unter anderem in China, aber an diesem – aufgrund der US-Sanktionen toxischen – Projekt wird sich kein Unternehmen mehr beteiligen“, wird Kapitonow vom Deutschlandfunk zitiert. Gazprom allerdings habe bisher keinerlei Erfahrung im Bau von großen Unterwasserpipelines. Das einzige dafür in Frage kommende russische Schiff müsste demnach wohl zudem erst noch saniert werden.

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