
Die jüngste Welle von Flugausfällen bei IndiGo hat das indische Luftfahrtsystem in eine Phase enormen Drucks gestürzt, da ein wachsender Pilotenmangel mit strengeren Ermüdungsregeln und winterlichen Herausforderungen kollidiert.
Flughäfen im ganzen Land haben seit drei aufeinanderfolgenden Tagen mit starker Überfüllung, langen Warteschlangen und wachsender Frustration zu kämpfen. Da in den nächsten 48 Stunden weitere Stornierungen erwartet werden, zeigt die Störung keine Anzeichen, nachzulassen.
Laut einem Reuters-Bericht wurden am frühen Donnerstag mindestens 175 Flüge gestrichen, nachdem es am Mittwoch zu einem Tag weit verbreiteter Störungen gekommen war, an dem mindestens 150 Flüge in Großstädten gestrichen wurden.
IndiGo, das mehr als 60 % des indischen Binnenmarktes kontrolliert, hat wiederholt Zeitplananpassungen vorgenommen, um seine Crew-Planung zu stabilisieren.
Der internationale Flughafen Kempegowda in Bengaluru wurde am Donnerstag mit 73 Stornierungen am stärksten getroffen. Delhi verzeichnete etwa 30 Absagen, während Hyderabad 68 meldete.
Diese Zahlen ergänzen frühere Störungen, als 62 Flüge in Bengaluru zum zweiten Tag in Folge gestrichen wurden, ebenso 37 in Delhi und 31 in Hyderabad.
Pilot-Fatigue-Regeln gestalten die Fahrpläne neu
Die lokale Publikation The Hindu berichtet, dass die aktuelle Welle von Absagen mit der letzten Phase der aktualisierten Pilotermüdungsregeln Indiens zusammenhängt, die nun voll in Kraft getreten sind.
Während im Sommer mehrere Vorräte eingeführt wurden, wurden die störenderen Elemente immer später im Jahr erwartet.
Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt erhöhte ab dem 1. Juli im Rahmen der ersten Phase die wöchentliche Ruhezeit für Piloten von 36 auf 48 Stunden. Die Fluggesellschaften hatten auf einen gestaffelten Ausbau gedrängt, um plötzliche betriebliche Belastungen zu vermeiden.
Die zweite Phase, die den Nachtflug einschränkt und einschränkt, wie Piloten nachts eingestuft werden können, sollte am 1. November beginnen. Diese Novemberphase ist es, die die aktuelle Störung ausgelöst hat.
Fluggesellschaften hatten zuvor gewarnt, dass eine plötzliche Verschiebung erhebliche betriebliche Belastungen verursachen würde. Die Kaderteams von IndiGo hatten Schwierigkeiten, sich rechtzeitig anzupassen, wobei Piloten berichteten, dass die Terminänderungen nicht frühzeitig genug vorgenommen wurden.
Dadurch hat die Fluggesellschaft weniger verfügbare Besatzungsmitglieder als erforderlich, insbesondere für Nachtflüge.
Sich zusammenziehende Unruhen unter den Piloten
Die Fluggesellschaft hat die Situation als eine Kombination mehrerer Herausforderungen beschrieben, darunter kleinere technische Probleme, Änderungen im Winterplan, schlechtes Wetter, Überlastung des Luftfahrtsystems und die Einführung neuer Fahrplanregeln. Diese Kombination hat den Mangel auf eine Weise verschärft, mit der das Unternehmen nicht gerechnet hatte.
Die aktualisierten Regeln selbst waren im Luftfahrtsektor umstritten.
IndiGo teilte am Mittwoch mit, dass in den nächsten 48 Stunden weitere Anpassungen anstehen, was weitere Stornierungen nahelegt, um die Stabilität wiederherzustellen.
Da die Zusammenarbeit mit Piloten gering ist und die Ermüdungsregeln nun voll in Kraft sind, wird das indische Flugverkehrssystem die Auswirkungen voraussichtlich noch mehrere Tage spüren.
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