Taiwan’s Foxconn reports profit drop despite strong Nvidia AI server demand as it expands manufacturing in India, Mexico and Texas.

Der taiwanische Konzern Foxconn meldete einen Rückgang des Gewinns im vierten Quartal, obwohl die Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz die globale Technologie-Lieferkette umgestaltet.

Das Unternehmen, offiziell Hon Hai Precision Industry genannt, veröffentlichte am Montag Quartalszahlen, die zeigen, dass der Gewinn trotz starker globaler Nachfrage nach KI‑Produkten hinter den Markterwartungen zurückblieb.

Foxconn spielt eine zentrale Rolle in der Elektronikbranche: größter Serverhersteller für Nvidia und Hauptmontagepartner für Apples iPhone.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach KI‑Infrastruktur steuert, während es die Produktion in mehreren Ländern erweitert und neue Geschäftsbereiche wie Elektrofahrzeuge erschließt.

Gewinnrückgang im vierten Quartal

Foxconn meldete für das Quartal Oktober bis Dezember einen Nettogewinn von T$45.21 billion, ein Rückgang von rund 2% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Ergebnis blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Von LSEG befragte Analysten hatten einen Quartalsgewinn von T$63.86 billion prognostiziert.

In der Gewinnmitteilung nannte das Unternehmen keinen Grund für den Gewinnrückgang.

Die Gewinnmitteilung folgte auf eine frühere Erklärung von Foxconn im Januar, wonach der Umsatz im vierten Quartal ein Rekordniveau erreichte, das vor allem durch die starke globale Nachfrage nach KI‑Produkten getrieben wurde.

Foxconn ist Nvidias größter Partner für die Serverfertigung und produziert Hardware, die in von großen Technologieunternehmen betriebenen KI‑Rechenzentren zum Einsatz kommt.

KI‑Boom verändert die Produktion

Die steigende Nachfrage nach KI‑Computingsystemen hat Foxconn dazu veranlasst, seine Fertigungsstandorte in mehreren Regionen auszuweiten.

Das Unternehmen baut neue Anlagen in Mexiko und Texas, um KI‑Server für Nvidia herzustellen.

Mit diesen Investitionen soll die Produktion näher an die Kundschaft in Nordamerika gebracht und die Position im wachsenden Markt für KI‑Infrastruktur gestärkt werden.

Foxconn hält weiterhin eine bedeutende Stellung in Apples Lieferkette. Die meisten zusammengebauten iPhones werden noch in China produziert.

In den letzten Jahren hat sich die Produktion jedoch verschoben. Viele in den USA verkaufte iPhones werden inzwischen in Indien montiert, da Apple seine Fertigungsstandorte diversifiziert.

Dieser Schritt spiegelt breitere Veränderungen in den Elektroniklieferketten wider, da Unternehmen die Abhängigkeit von einem einzelnen Produktionsstandort verringern.

Pläne für Elektrofahrzeuge entwickeln sich

Neben der Elektronikfertigung versucht Foxconn, im Bereich der Elektrofahrzeuge Fuß zu fassen.

Das Unternehmen sieht die Fertigung von Elektrofahrzeugen als langfristige Wachstumschance, auch wenn die Fortschritte uneinheitlich waren.

Im August teilte Foxconn mit, eine Vereinbarung über den Verkauf eines ehemaligen Autowerks in Lordstown, Ohio, für $375 million erzielt zu haben.

Das Geschäft umfasst Maschinen in dem Werk, die Foxconn 2022 gekauft hatte, als geplant war, dort Elektrofahrzeuge zu produzieren.

Der Verkauf signalisierte Anpassungen in der Strategie für Elektrofahrzeuge des Unternehmens, nachdem frühere Versuche, an dem Standort Fahrzeuge zu entwickeln, auf Hindernisse gestoßen waren.

Marktreaktion und Fokus der Investoren

Foxconn wird später am Montag in Taipeh eine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen abhalten, in der voraussichtlich Investoren über die Geschäftslage und die Pläne für das Jahr informiert werden.

Die Aktien des Unternehmens sind bisher in diesem Jahr um etwa 6% gefallen.

Damit kontrastiert der breitere taiwanesische Aktienmarkt. Der Leitindex Taiwans hat im gleichen Zeitraum etwa 15% zugelegt.

Die Ergebnisse unterstreichen die Diskrepanz zwischen der starken KI‑Nachfrage und dem Druck, dem globale Elektronikhersteller ausgesetzt sind, wenn sie ihre Produktionsnetzwerke ausweiten und in neue Technologien investieren.

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