cramer slams gamestop's belligerent eBay bid

Der bekannte Investor Jim Cramer hat eine vernichtende Kritik an GameStops (NYSE: GME) aggressiven Annäherungsversuchen gegenüber eBay geübt.

Während Befürworter von Meme-Aktien die Dreistigkeit des Vorschlags feierten, stellte der ehemalige Hedgefonds-Manager die zugrundeliegenden Motive infrage und verglich die Aktion mit den hochriskanten Übernahmetaktiken der 1980er Jahre.

Da eBays Aktien im Aufwärtstrend sind, warnte Cramer, dass die von GameStops Führung verbreitete „insult dog“-Erzählung von den grundlegenden finanziellen Realitäten ablenken könnte, wenn ein kleineres Unternehmen versucht, einen etablierten E‑Commerce-Riesen zu verschlingen.

Am Montag wischte der CNBC-Veteran den Vorschlag als eine „streitlustige“ Reminiszenz an eine vergangene Ära der Übernahmekämpfe vom Tisch.

Er zog Parallelen zu historischen feindlichen Übernahmen und argumentierte, dass der Schritt weniger wie eine strategische Fusion wirke und mehr wie ein kalkulierter Versuch, einen wesentlich größeren Wettbewerber zu verunsichern – womit der Markt offenbar übereinstimmt.

Die GameStop-Aktie liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fast 7% im Minus, während eBay-Aktien deutlich zulegen.

GameStops Angebot für eBay als ‚Greenmail‘-Gespenst bezeichnet

Cramers provokanteste Beobachtung war die historische Symmetrie zwischen Ryan Cohens aktuellen Taktiken und der Kampagne von 1984, die der verstorbene T. Boone Pickens anführte.

In jener Zeit startete Pickens’ Mesa Petroleum bekanntlich ein Übernahmeangebot für das deutlich größere Phillips Petroleum – ein Schritt, der zum Lehrbuchbeispiel des unternehmerischen „Greenmailings“ wurde.

In einem jüngsten Beitrag bei CNBC, der Moderator von Mad Money deutete an, dass das Angebot eher dazu gedacht sein könnte, einen lukrativen Buyout zu erzwingen als eine echte Übernahme.

Mit diesem Vergleich stellte er die Aufrichtigkeit des Angebots infrage und fragte, ob das eigentliche Ziel nicht lediglich darin bestehe, „die Möglichkeit eines Reverse“ hervorzurufen, bei dem ein größeres Unternehmen eine Prämie zahlt, nur um seine Unabhängigkeit zu bewahren.

Warum GMEs Angebot für eBay kaum Substanz hat

Ein zentraler Pfeiler der GameStop-Erzählung ist, dass eBay ein scheiterndes Unternehmen sei, das einer radikalen Umstrukturierung bedarf – ein Anspruch, den Cramer vehement zurückwies.

Er richtete scharfe Kritik an der „Färbung der Idee, dass eBay schlecht gearbeitet habe“ und wies darauf hin, dass das Unternehmen tatsächlich eine „fabelhafte“ Wende vollzogen habe.

Der CNBC-Veteran verwies auf die positive Einschätzung von Experten wie Josh Brown und betonte, dass eBay „besser ist als früher“, auch wenn die jüngste Kursbewegung teilweise durch Cohens stillen Aktienaufbau befeuert wird.

Für ihn laufen Cohens öffentliche Vorwürfe – etwa, dass das eBay-Management „zu viel bezahlt wird“, während das Unternehmen „wirklich schlecht“ sei – auf eine „insult dog story“ hinaus, die im Vergleich zu eBays tatsächlichen operativen Verbesserungen schnell ermüdet.

Die Dreistigkeit der ‚David gegen Goliath‘-Übernahme

Schließlich bleibt das reine Ausmaß des Vorschlags ein Punkt intensiven Skeptizismus.

Cramer hob die Absurdität der Größendifferenz hervor und erinnerte das Publikum daran, dass „Phillips tatsächlich viel, viel größer als Mesa war“, ähnlich wie eBay GameStop heute bei Weitem übertrifft.

Er stellte die Logik infrage, warum ein kleineres, auf Einzelhandel ausgerichtetes Unternehmen einen Tech-Giganten herabwürdigen sollte, der jahrelang an der Verfeinerung seines Marktplatzmodells gearbeitet hat.

Der bekannte Investor war besonders verblüfft über den „streitlustigen“ Tonfall der Darbietung – und merkte an, dass es eine Taktik sei, die „sehr schnell ermüdet“, wenn man im Fernsehen ein Zielunternehmen beschimpft.

Aus Cramers Sicht geht es bei der Sache weniger um Einzelhandelsinnovation und mehr um ein aggressives Machtspiel, das die „fabelhafte Arbeit“ ignoriert, die eBay geleistet hat, um sein eigenes Schiff zu stabilisieren.

Während sich der Staub der heutigen Handelssitzung legt, bleibt dem Markt die Entscheidung überlassen, ob Cohen ein moderner Visionär ist oder – wie Cramer andeutet – ein Akteur, der ein altes Skript nutzt, um moderne Volatilität zu erzeugen.

Obwohl die Dokumente eine Geschichte erzählen mögen, deutet die gezeigte „Streitlust“ auf ein hochriskantes Henne-und-Ei-Spiel hin, das gerade erst begonnen hat.

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