
Der Ethereum-Preis hat weiter Schwierigkeiten, über der $2,000-Marke Schwung zu gewinnen, nachdem er wiederholt an wichtigen Widerstandsbereichen abgewiesen wurde. Analysten warnten, dass eine weitere Verkaufswelle ETH in die Nähe von $1,800 ziehen könnte, falls die aktuellen Unterstützungslevels versagen.
Laut Daten von Coingecko wurde Ether am Mittwoch nahe $2,066 gehandelt, nachdem es mehrere Wochen seitwärts knapp über dem psychologischen Unterstützungsbereich von $2,000 gelaufen war.
Die Kursentwicklung blieb schwach, seit ETH es Anfang des Jahres nicht schaffte, den 200‑wöchigen einfachen gleitenden Durchschnitt nahe $2,470 zurückzuerobern; Händler zeigten Vorsicht, da die ETF‑Nachfrage nachließ und die Dynamik bei wichtigen Altcoins nachgab.
Krypto-Analyst Ali Martinez sagte, Ethereum müsse den 200‑wöchigen SMA nahe $2,500 zurückerobern, bevor sich eine anhaltende bullische Struktur wieder einstellen könne.
Martinez fügte hinzu, dass ETH zudem einen klaren Anstieg über den 50‑wöchigen SMA um $3,100 benötige, um aus der mehrjährigen Range auszubrechen, die die Kursentwicklung seit 2021 begrenzt.
In einem kürzlichen Bericht identifizierte Martinez $1,850 als die wichtigste Unterstützungszone für Ethereum.
Dem Analysten zufolge könnte ein Wochenschluss unter diesem Niveau den Weg in Richtung $1,560 öffnen, gefolgt von einem möglichen Test der unteren Grenze von Ethereums langjähriger Range um $1,070.
In einem separaten Beitrag verwies Martinez außerdem auf das 0,8 Market Value to Realized Value Preisband von Ethereum um $1,850 und bezeichnete es als historisch wichtigen Akkumulationsbereich, in dem ETH zuvor makroökonomische Tiefs ausgebildet hatte, bevor neue bullische Zyklen begannen.
Druck auf Ethereum kam zudem durch nachlassende Aktivität in dezentralen Finanzmärkten.
Laut Daten von CryptoRank war Ethereums Total Value Locked auf knapp $116 Milliarden gefallen, ein Minus von 55 % gegenüber dem Peak von $258 Milliarden im August 2025.
CryptoRank wies darauf hin, dass Liquiditätsrückgänge in Layer‑2‑Netzwerken wie Arbitrum, zkSync und Linea auf eine zunehmende Kapitalfragmentierung im Ethereum‑Ökosystem hindeuten.
Auch die Derivatepositionierung hat sich in den letzten Wochen abgeschwächt.
Daten von CoinGlass zeigten, dass das Open Interest von Ethereum von lokalen Hochs, die Anfang dieses Quartals erreicht wurden, gefallen ist, da gehebelte Trader ihre Positionen nach mehreren gescheiterten Ausbruchsversuchen über $2,400 reduzierten.
Die Funding‑Rates über Perpetual‑Futures‑Märkte blieben überwiegend neutral bis leicht negativ, was auf begrenzte Überzeugung bei aggressiven bullischen Tradern hindeutet.
Außerhalb der Kryptomärkte belasten makroökonomische Rahmenbedingungen weiterhin spekulative Assets.
Händler konzentrieren sich auf US‑Inflationsdaten, Treasury‑Renditen, Arbeitsmarktreporte und die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve, da höhere Zinsen die Risikobereitschaft in technologieverknüpften Kryptosektoren, einschließlich Ethereum und KI‑bezogener Token, weiterhin einschränken.
Gleichzeitig haben auch Energiemärkte zur marktweiten Risk‑Off‑Stimmung beigetragen.
Die Volatilität der Brent‑Ölpreise im Zusammenhang mit Spannungen beim Schiffsverkehr im Nahen Osten und Entwicklungen rund um die Straße von Hormuz hält die Märkte derzeit nervös.
Analyse des Ethereum‑Preises
Im Tageschart handelt Ethereum weiterhin unter seinen 20‑, 50‑, 100‑ und 200‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMAs), eine Struktur, die das mittelfristige und langfristige Momentum nach unten geneigt hat.

Der 20‑Tage‑EMA um $2,162 fungiert als unmittelbarer Widerstand, während der 200‑Tage‑EMA um $2,519 das zentrale Niveau bleibt, das Bulls zurückerobern müssen, um die Stimmung zu verbessern.
Der Relative‑Strength‑Index im Tageszeitrahmen bewegte sich nahe 36 und zeigt eine schwache Kaufkraft, ohne bisher stark überverkaufte Bereiche zu erreichen.
Jüngste Kerzen zeigten wiederholte Abweisungen bei Erholungsversuchen über den Bereich von $2,200, was darauf hindeutet, dass Verkäufer bei kurzfristigen Rallyes weiterhin aktiv sind.
Verliert Ethereum die Unterstützung bei rund $2,000, liegen die nächsten Abwärtszonen, die Analysten und Liquidationskarten ausmachen, bei etwa $1,900 und $1,800.
Eine Erholung über $2,250 könnte etwas unmittelbaren Druck abbauen und potenziell Liquidationen überhebelter Short‑Positionen in Richtung $2,400 bis $2,500 auslösen.
Bärisches Wimpelmuster hält Abwärtsrisiken im Fokus
Gleichzeitig bewegt sich Ethereum weiterhin in einer bärischen Wimpelstruktur, die sich gebildet hat, nachdem ETH Anfang des Jahres von mehrmonatigen Hochs über $2,400 an Momentum verloren hatte.

Das bärische Wimpelmuster im Tageschart entwickelte sich nach einem scharfen Rückgang und einer sich verengenden Konsolidierungszone zwischen konvergierenden Trendlinien.
Bricht ETH unter die untere Begrenzung nahe $2,060, deuten die technischen Projektionen des Musters auf ein Abwärtsziel bei etwa $1,800 hin.
Ethereum ist laut Analyst Chain Mind zudem unter eine seit Februar unterstützende Aufwärtstrendlinie gefallen; er warnte in einem jüngsten Video, dass ein Scheitern der Rückeroberung dieses Niveaus ETH unter $1,800 treiben könnte.
Weitere Krypto‑Analysten warnten, dass ein Bruch unter $2,050 die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Ethereum die Unterstützungszone bei $1,800 erneut ansteuert.
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