Eli Lilly meldete am Donnerstag besser als erwartete Ergebnisse und Umsätze für das erste Quartal, angetrieben durch eine starke Nachfrage nach seinen Blockbuster-Medikamenten gegen Gewichtsverlust und Diabetes, was das Unternehmen veranlasste, die Jahresprognose anzuheben.

Der Pharmakonzern erwartet nun für 2026 einen Umsatz zwischen 82 und 85 Milliarden US-Dollar, verglichen mit der früheren Prognose von 80 bis 83 Milliarden US-Dollar.

Es hob auch seinen bereinigten Gewinn-Ausblick an und prognostiziert einen Jahresgewinn je Aktie von $35.50 bis $37, gegenüber der früheren Spanne von $33.50 bis $35.

Der Aktienkurs des Unternehmens stieg während des vorbörslichen Handels um über 6%.

Blockbuster-Medikamente Zepbound und Mounjaro treiben Wachstum an

Die Nachfrage nach den wichtigsten Medikamenten des Unternehmens, Zepbound und Mounjaro, stützte weiterhin die Entwicklung, obwohl im US-Markt weiterhin Preisdruck herrscht.

Mounjaro erzielte einen Quartalsumsatz von $8.66 Milliarden, ein Anstieg von 125% gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich über den Analystenerwartungen von $7.26 Milliarden, so StreetAccount.

Zepbound, vor etwa drei Jahren eingeführt, erwirtschaftete in dem Quartal in den USA einen Umsatz von $4.16 Milliarden, ein Zuwachs von 80% gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl übertraf damit auch die Schätzungen von $4.04 Milliarden, trotz eines Rückgangs der realisierten Preise.

Die anhaltende Dynamik dieser Therapien hat Eli Lilly eine Reihe starker Quartale beschert, da steigende Verschreibungsvolumen niedrigere Preise kompensierten.

Gewinn und Umsatz übertreffen Erwartungen

Das Unternehmen meldete bereinigte Gewinne je Aktie von $8.55, deutlich über den Analystenschätzungen von $6.66, laut LSEG-Daten.

Der Umsatz belief sich auf $19.80 Milliarden, damit über den erwarteten $17.62 Milliarden und einem Anstieg von 56% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der US-Umsatz stieg um 43% auf $12.1 Milliarden, angetrieben durch ein Volumenwachstum von 49%, was die höhere Nachfrage nach Mounjaro und Zepbound widerspiegelt.

Dies wurde allerdings teilweise durch niedrigere realisierte Preise für Zepbound und einige andere Behandlungen ausgeglichen.

Der Nettogewinn für das Quartal belief sich auf $7.4 Milliarden bzw. $8.26 je Aktie, gegenüber $2.76 Milliarden bzw. $3.06 je Aktie im Vorjahr.

Der Fokus richtet sich auf die Einführung der neuen Adipositas-Pille

Während injizierbare Therapien weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber des Unternehmens sind, richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die neu zugelassene GLP‑1-Adipositaspille Foundayo, die im zweiten Quartal auf den Markt kam und nicht in den jüngsten Ergebnissen enthalten war.

Der Rollout dürfte in Gesprächen mit Investoren eine prominente Rolle spielen, insbesondere da das Medikament in einen wettbewerbsintensiven Markt neben Novo Nordisks Konkurrenzpräparat Wegovy eintritt, das in den USA früher gestartet ist.

Frühe Daten deuten auf einen verhaltenen Start hin.

Leerink-Partners-Analyst David Risinger sagte letzte Woche, dass die anfänglichen Verschreibungstrends für die Pille „verhalten“ gewesen seien und hob damit die Herausforderungen hervor, neue Behandlungen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld hochzufahren.

Die langfristige Nachfragesicht bleibt stark

Trotz kurzfristiger Preisdrucks bleibt Eli Lilly zuversichtlich hinsichtlich des langfristigen Wachstumspfads der GLP‑1-Kategorie.

Das Unternehmen rechnet damit, von einer breiteren Versicherungsabdeckung zu profitieren, einschließlich möglicher Medicare-Unterstützung für Adipositasbehandlungen später in diesem Jahr, sowie von einer anhaltenden globalen Nachfrage nach den bestehenden Therapien.

Chief Executive Dave Ricks hatte zuvor angedeutet, dass niedrigere Preise in den USA den Zugang erweitern und zu höheren Verschreibungsvolumina führen könnten.

Er erwartet außerdem, dass die Zahl der weltweit GLP‑1-Anwender von etwa 20 Millionen Ende des letzten Jahres auf 30 Millionen Ende 2026 steigen wird.

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