
Der easyJet-Aktienkurs steht heute im Fokus, nachdem ein neues Angebot eines großen US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmens bekannt wurde. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 588 Pence, nur wenige Punkte unter dem Wochenhoch von 621 Pence.
Apollo Global Management hat ein Angebot für easyJet abgegeben
easyJet, eine der führenden Billigfluglinien Europas, ist nun in eine Bieterauktion geraten, die ihren Aktionären zugutekommen wird.
Apollo Global, einer der führenden Akteure der Private-Equity-Branche mit mehr als 1 Billion US-Dollar an Assets under Management (AUM), hat ein besseres Angebot vorgelegt als Castlelake, das über 38 Milliarden US-Dollar an Assets verfügt.
Sein neues Angebot liegt bei 715 Pence pro Aktie, höher als Castlelakes Angebot über 7,3 Mrd. US-Dollar. Apollos Angebot bewertet das Unternehmen mit 7,65 Mrd. US-Dollar und macht es damit zu einem der größten Buyouts der Branche. In einer Erklärung sagte easyJet:
„Da Apollos Angebot in Höhe von £5,7 Mrd. (7,7 Mrd. US-Dollar) überlegen ist, beabsichtigt easyJet nicht länger, den Castlelake-Vorschlag zu empfehlen. Die finanziellen Bedingungen des vorgeschlagenen Barangebots liegen auf einem Niveau, das man den easyJet-Aktionären empfehlen würde.“
Mögliche Szenarien für easyJet
Es gibt jetzt drei mögliche Szenarien in diesem Bieterverfahren. Castlelake könnte sein Angebot erhöhen, sodass es höher als das von Apollo wird. Alternativ könnte es das Geschäft ganz aufgeben, wenn es entscheidet, dass weiterer Kampf um den Deal sich nicht lohnt.
Ein anderes Szenario ist, dass ein weiterer Bieter mit einem höheren Angebot als das von Apollo einsteigt. In all dem sind die Hauptbegünstigten die Aktionäre von easyJet, die von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren werden.
Dennoch steht jedem Deal noch einige kleinere Hürden bevor, weshalb der easyJet-Aktienkurs weiter unter Druck steht. Zum einen muss jeder Erwerber gemäß Fusionsregeln einen lokalen Partner gewinnen. Es ist unklar, wer dieser Partner sein wird.
Außerdem könnten Regulierungsbehörden ein Leveraged Buyout eines europäischen Unternehmens durch ein US-amerikanisches Private-Equity-Unternehmen hinterfragen. Historisch führten solche Buyouts zu einem Anstieg der Verschuldung und möglichen Entlassungen.
Wahrscheinlich werden diese Probleme jedoch während der Gespräche mit den Regulierungsbehörden geklärt, wobei der Erwerber gewisse Zusagen machen dürfte.
Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass easyJet einen Verlust vor Steuern in Höhe von £552 Mio. verzeichnete, obwohl der Umsatz der Airline um 10 % stieg. Die Kosten kletterten um 5 % aufgrund der erhöhten Kerosinpreise. Das Unternehmen schloss das Quartal mit £4,7 Mrd. an Liquidität, darunter £434 Mio. an Nettomitteln.
The post easyJet-Aktien im Fokus: Apollo legt höheres Angebot vor, um Castlelake auszustechen appeared first on Invezz