
Die Aufsichtsbehörde für digitale Vermögenswerte in Dubai hat gewarnt, dass die Kryptowährungsbörse KuCoin im Emirat ohne die erforderliche Genehmigung tätig ist.
Die Warnung der Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) hält fest, dass die Plattform keine Lizenz besitzt, um Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte in oder aus Dubai anzubieten.
Infolgedessen erklärte die Aufsichtsbehörde, das Unternehmen müsse die Erbringung von Dienstleistungen an Kunden in der Region einstellen.
Die Mitteilung warnte außerdem Einwohner und Anleger davor, mit der Börse Geschäfte zu tätigen.
Diese Entwicklung erfolgt, während Aufsichtsbehörden die Überwachung von Krypto-Handelsplattformen verschärfen und Lizenzvorgaben für Unternehmen durchsetzen, die Zugang zu wichtigen Finanzzentren suchen.
VARA-Warnung zu KuCoin-Aktivitäten
Die Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) von Dubai gab eine Stellungnahme heraus, in der sie erklärt, dass KuCoin keine Genehmigung erhalten hat, innerhalb des aufsichtsrechtlichen Rahmens des Emirats zu operieren.
Laut der Behörde besitzt die Börse keinerlei Lizenz, um Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte in oder aus Dubai anzubieten.
Das bedeutet, dass Aktivitäten, die die Plattform auf dem lokalen Markt betreffen, außerhalb der unter VARA-Vorschriften erlaubten Tätigkeiten liegen.
Die Behörde erklärte, dass sämtliche von KuCoin in Bezug auf digitale Vermögenswerte beworbenen oder durchgeführten Dienstleistungen damit gegen die Vorschriften für den Krypto-Sektor des Emirats verstoßen.
Dubai hat VARA eingerichtet, um die wachsende Branche der digitalen Vermögenswerte zu regulieren, und verlangt von Unternehmen, die Krypto-Dienstleistungen anbieten, Lizenzen zu erwerben, bevor sie im Emirat tätig werden oder lokale Nutzer ansprechen.
Einschränkungen für Marketing und Werbung
VARA erklärte außerdem, dass KuCoin keine Genehmigung erhalten hat, virtuelle Vermögensdienstleistungen in Dubai zu bewerben oder zu vermarkten.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass jegliche Werbung, Marketingmaßnahmen oder Anwerbungen im Zusammenhang mit KuCoin nicht genehmigt sind.
Infolgedessen darf das Unternehmen Einwohnern Dubais keine Produkte oder Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte anbieten, bewerben oder vermarkten.
Die Behörde riet darüber hinaus Investoren und Verbrauchern im Emirat, keinerlei Geschäfte mit der Börse zu tätigen, und betonte, dass deren Dienstleistungen nicht von der Aufsicht freigegeben wurden.
Dubai hat sich als Zentrum für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte positioniert. Unternehmen müssen jedoch Lizenzen von VARA erhalten, bevor sie Kunden im Emirat Dienstleistungen anbieten.
Jüngste Prüfungen durch europäische Aufsichtsbehörden
Die Warnung aus Dubai erfolgt kurz nach regulatorischen Maßnahmen gegen KuCoins europäische Geschäftsaktivitäten.
Die österreichische Finanzaufsicht hat kürzlich der europäischen Niederlassung der Börse untersagt, neue Geschäfte zu tätigen und Kunden aufzunehmen.
Die Beschränkung wurde verhängt, weil der Plattform ausreichendes Compliance-Personal fehlte, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.
Die Maßnahme machte Bedenken hinsichtlich der betrieblichen Einsatzbereitschaft und der aufsichtsrechtlichen Überwachung in der Region deutlich.
Europäische Behörden haben die Prüfung von Krypto-Börsen verstärkt, da das neue Regulierungsrahmenwerk für digitale Vermögenswerte in der gesamten Europäischen Union in Kraft tritt.
KuCoins globale Präsenz
KuCoin ist eine auf den Seychellen ansässige Kryptowährungsbörse, die 2017 in China gegründet wurde.
Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zu einer der größten Offshore-Handelsplattformen.
Die Börse zählt aktuell zu den zehn größten Kryptowährungsplattformen weltweit nach Handelsvolumen.
Anfang des Jahres erteilte die österreichische Finanzaufsicht FMA KuCoin eine Erlaubnis im Rahmen von Markets in Crypto Assets (MiCA).
Die Zulassung erlaubt der Börse, innerhalb der Europäischen Union unter dem MiCA-Regulierungsrahmen des Blocks tätig zu sein.
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