Die DroneShield-Aktie bewegte sich zuletzt stabil um das Niveau von 2,25 €. Die Drohnenwerte allgemein standen in den vergangenen Wochen nicht im Fokus der Anleger. Das kann sich wieder schnell ändern. Am Freitag verliert sie aktuell -2,4% und steht bei 2,21 €. Besitzt sie weiteres Potenzial?

Neue Führung installiert

Nach den Aktienverkäufen des bisherigen CEO Oleg Vornik sowie des Chairman Peter James ist die Neuaufstellung des Führungspersonals der richtige Schritt. Beide bisherigen Führungspersonen traten Anfang April zurück.

Als neuer CEO wurde Angus Bean bestellt. Neuer Chairman soll Hamish McLennan werden. Letzterer muss auf der Hauptversammlung am 29. Mai genehmigt werden. McLennan verfügt über langjährige Erfahrungen bei Technologieunternehmen. Die operative Leitung übernimmt Michael Powell, er soll die internationale Expansion vorantreiben.

Damit ist der Drohnenspezialist hervorragend aufgestellt, um die neue Wachstumsphase zu leiten.

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Hohes Wachstum erzielt

Die Mitteilung über das außerordentlich hohe Wachstum in den ersten drei Monaten kam nicht überraschend. Weltweit wird aufgerüstet und Drohnen werden dabei immer wichtiger. Das zeigt sich im Ukraine-Krieg. Hier überziehen sich beide Seiten tagtäglich mit Hunderten von Drohnen.

Der Umsatz erhöhte sich um 121% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 74 Millionen AU$. Davon kamen mehr als 5 Millionen AU$ aus dem wiederkehrenden Softwaregeschäft (SaaS). Langfristig soll es auf ein Drittel des Gesamtumsatzes ansteigen.

Die Kundenanzahlungen verbesserten sich um 360% auf 77 Millionen AU$. Positiv ist ebenfalls, dass ein positiver operativer Cashflow gemeldet wurde. Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über einen Cash-Bestand von 220 Millionen AU$.

Insgesamt zeigt sich die hohe Wachstumsdynamik des Unternehmens. Der Auftragsbestand liegt bei 2,3 Milliarden AU$. Laut Unternehmensangaben wird mit einem deutlich höheren Auftragseingang für 2026 gegenüber dem Vorjahr gerechnet. 104 Millionen AU$ wurden bereits als verbindliche Bestellungen gebucht.

Expansion angestrebt

Viele Kunden befinden sich in Europa. Um diesen Staaten gerecht zu werden, wird in Amsterdam ein neues europäisches Hauptquartier eingerichtet. Ebenfalls soll bis Mitte 2026 eine neue Fertigungslinie in Europa aufgebaut werden.

Die Fertigungskapazität in Australien wurde und wird ebenfalls deutlich erweitert. Ende 2026 soll die Produktionsleistung bei 2,4 Milliarden AU$ liegen.

Der Umbruch in der Führung sowie potenzielle Shortseller-Attacken führten zu Unsicherheiten bei Anlegern. Das führte zu einem Kursrückgang im April.

Aus meiner Sicht sollte der Fokus jedoch auf dem starken Wachstum liegen. Die hohe Dynamik bei den Aufträgen und dem Umsatzwachstum dürfte sich mittelfristig in höheren Kursen ausdrücken. Meinen fairen Wert erhöhe ich von 2,50 € auf 2,80 €.

Das Analysehaus Bell Potter hob ihren Zielkurs von 4,40 AU$ auf 5 AU$ an und bezeichnete 2026 als „das Jahr der Drohnen“. Jefferies ist deutlich vorsichtiger und sieht den fairen Wert bei 3,40 bis 3,70 AU$, das entspricht 2,10 bis 2,30 €. Hier wird auf die bereits vorhandene hohe Bewertung verwiesen.

Mittelfristig besitzt die Aktie weiteres Potenzial vorhanden.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die Profiteur zu großen Profiteuren werden dürften.

ℹ DroneShield in Kürze

  • DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
  • Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt knapp 2,1 Milliarden €.

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