three chinese tech stocks to own despite macro volatility

Chinas Wirtschaft sendet gemischte Signale – das Einzelhandelsumsatzwachstum im April erreichte das schwächste Niveau seit der Covid-19-Ära, und das allgemeine Verbrauchervertrauen bleibt gedämpft.

Doch in diesem Nebel zeichnet sich für Aktienanleger ein klareres Bild ab: Künstliche Intelligenz ist das eine Thema, das sich klar vom Rauschen absetzt.

Von Chipherstellern bis zu Cloud-Plattformen belohnt ein fokussiertes Portfolio chinesischer Tech-Titel diejenigen, die bereit sind, über die makroökonomischen Schlagzeilen hinauszublicken.

Drei davon stechen besonders hervor.

Alibaba-Aktie: Chinas glaubwürdigste KI‑Wette

Die Alibaba Group Holding gehört zu den chinesischen Tech-Titeln, die von Investoren beständig unterschätzt werden.

Sein Cloud‑Intelligence‑Segment meldete ein Umsatzwachstum von 38% und erreichte in Q4 6 Milliarden USD (ca. 5,2 Milliarden €), während die Verkäufe KI‑bezogener Produkte im elften Quartal in Folge ein dreistelliges Wachstum verzeichneten.

Auf dem Earnings Call sagte das Management, BABA sei das einzige Unternehmen in China, das in der Lage sei, maßgeschneiderte KI‑Chips in großem Maßstab zu produzieren – ein struktureller Kostenvorteil, den Wettbewerber nicht über Nacht nachbilden können.

Zwar ist das kurzfristige Gewinnbild zugegeben unübersichtlich – das bereinigte EBITA fiel deutlich und der Free Cashflow wurde negativ, da das Unternehmen 3,9 Milliarden USD (ca. 3,4 Milliarden €) in Investitionsausgaben investierte – aber diese Ausgaben sind bewusst angelegt.

Alibaba Group hält nahezu 36% des KI‑Cloud‑Marktes in Peking, und sein Qwen‑Large‑Language‑Model (LLM) bedient nun 300 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Für geduldige Anleger tauscht BABA bewusst kurzfristige Gewinne gegen langfristige Dominanz beim wichtigsten Infrastrukturaufbau des Jahrzehnts.

Tencent-Aktie: KI als Hebel zur Profitabilitätssteigerung

Tencent wird oft auf ein Spieleunternehmen reduziert, doch diese Einordnung ist zunehmend überholt.

Im Q1 verzeichnete das Unternehmen Umsätze von 196,5 Milliarden Yuan, ein Plus von 9% im Jahresvergleich, da die KI‑Integration in seinen Geschäftsbereichen spürbare Zuwächse bewirkte.

Aussagekräftiger: Strategische KI‑Investitionen trugen im Quartal zu einem 21%igen Anstieg des Nettogewinns bei, obwohl das Umsatzwachstum im Gaming‑Bereich langsamer wurde und die Entwicklungskosten stiegen.

Der Free Cashflow stieg im Jahresvergleich um 20%, und die Netto-Cash-Position des Unternehmens erhöhte sich um 63% auf 146,9 Milliarden Yuan – ein Finanzpolster, das Tencent enorme Flexibilität verschafft, um auch in einem makroökonomischen Abschwung weiter zu investieren.

Sein Hy3‑KI‑Modell rangiert seit Ende April in den OpenRouter‑Token‑Messungen an oberster Stelle, während sein Produktivitätsagent WorkBuddy Berichten zufolge das in China am weitesten verbreitete KI‑Produktivitätstool ist.

Anji Microelectronics: das Zuliefergeschäft

Wenn Alibaba und Tencent die Software‑ und Plattformschicht des Booms der künstlichen Intelligenz in China repräsentieren, ist Anji Microelectronics die unspektakuläre, aber unverzichtbare Hardware darunter.

Das an der Börse in Shanghai gelistete Unternehmen ist auf chemisch‑mechanische Polierdispersionen und nasse Elektronikchemikalien spezialisiert – die entscheidenden Materialien, die bei der Halbleiterfertigung und fortschrittlichen Chip‑Packaging‑Verfahren verwendet werden.

Anji hat die Gewinne mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 34,6% gesteigert, fast neunmal so schnell wie die 3,9% im weiteren Halbleitersektor, während die Umsätze mit rund 32% pro Jahr gewachsen sind.

Die Margen liegen bei erfreulichen 32% und die Eigenkapitalrendite beträgt 22,5%, was ein Geschäft mit echter Preissetzungsmacht widerspiegelt.

Die Anji‑Aktie erreichte im Januar 2026 ein Allzeithoch, bevor sie zurückging, doch die These bleibt intakt: Während China die heimische Chipproduktion im Rahmen von Selbstversorgungsauflagen beschleunigt, sitzt Anji genau an dem Nadelöhr, durch das die Versorgung fließen muss.

Analysten, darunter auch jene von Gavekal, haben speziell Namen wie Anji hervorgehoben, die als emblematisch für die „Hard‑Tech“-Rotation gelten, die stillschweigend den Gesamtmarkt übertrifft.

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