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Der Roundhill Memory ETF (DRAM) fiel im vorbörslichen Handel um mehr als 6 % und erreichte ein Tief von 60,65 $, nachdem Speicheraktien infolge der jüngsten Samsung-Zahlen eingebrochen waren. DRAM liegt damit mehr als 25 % unter seinem Jahreshoch, und dieser Trend könnte anhalten, da ein führender Analyst vor einer möglichen Rotation von Speicherwerten hin zu Hyperscalern warnt.

DRAM-ETF fällt nach den Zahlen von Samsung Electronics

In der Speicherbranche passiert etwas Interessantes: Die Aktien fallen, obwohl starke Finanzzahlen veröffentlicht wurden und die Ausblicke nach vorne angehoben wurden.

Die Micron-Aktie sprang nach Vorlage der Zahlen im Juni zunächst auf ein Rekordhoch von 1.246 $, gab diese Gewinne dann aber vollständig wieder ab. Im vorbörslichen Handel notiert sie bei 935 $.

Ähnliches passierte heute, als Südkoreas Samsung Electronics starke Finanzzahlen veröffentlichte. Daraus ging hervor, dass das Betriebsergebnis auf 89,4 Billionen Won (58,4 Mrd. $) sprang, gegenüber 57,2 Billionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Samsung gab an, der Umsatz sei von 133,9 Billionen im Vorquartal auf 171 Billionen Won gestiegen und somit mehr als doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieses Wachstum wurde durch die steigende Nachfrage nach Speicher und höhere Preise gestützt.

Das Management erwartet, dass Nachfrage und Preise in diesem Jahr weiter steigen werden, da die Bereitstellung von Rechenzentren zunimmt.

Daher zog die Aktie aus möglicherweise zwei Gründen zurück. Erstens befindet sich die Aktie in diesem Jahr in einem starken Aufschwung, wobei die Zahlen ein günstiger Zeitpunkt für Anleger waren, Gewinne mitzunehmen. Das ist eine typische Situation, in der Investoren ein Asset vor einem wichtigen Ereignis kaufen und beim Eintreten des Ereignisses verkaufen.

Zweitens gibt es nach wie vor bedeutende Negativmeldungen in der Branche. So wurde berichtet, dass Meta Platforms erwägt, überschüssige Kapazitäten zu verkaufen, was Zweifel am künftigen Wachstum aufkommen lässt. Diese Expansion könnte ein Zeichen für Überexpansion sein und darauf hindeuten, dass kein deutlicher Gewinnschub zu erwarten ist.

Positiv gesehen könnte das Unternehmen aber auch Chancen darin sehen, sich als Neocloud-Anbieter zu positionieren, was die Ausweitung des Rechenzentrums-Ausbaus vorantreiben könnte. Meta wird hierzu voraussichtlich mehr Informationen bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen liefern.

Weitere Negativmeldungen sind eine kürzliche Klage, die Speicherfirmen Preisabsprachen vorwirft, sowie Apples Antrag, Speicher bei chinesischen Unternehmen zu kaufen. Eine solche Maßnahme würde das Angebot erhöhen und die Speicherhersteller belasten.

Die führenden Speicheraktien fallen heute

Die Samsung-Zahlen lösten weltweit einen Absturz der Speicheraktien aus. In Japan fiel Kioxia um mehr als 10 %, in Südkorea gaben SK Hynix-Aktien um 6 % nach. SK steht diese Woche im Fokus, da das Unternehmen Kapital aufnimmt und in den USA notiert werden will.

Der gleiche Trend zeigt sich im vorbörslichen Handel. Die Micron-Aktie fiel um 5,47 %, während Sandisk um 5,68 % nachgab. Auch Western Digital und Seagate notierten im Minus.

Diese Entwicklung macht das Risiko sichtbar, dem der DRAM-ETF ausgesetzt ist: Er ist stark auf einen Sektor konzentriert, sodass ein einzelnes Unternehmen seine Performance deutlich nach oben oder unten treiben kann. In diesem Fall fällt der Fonds wegen eines Unternehmens: Samsung. Bemerkenswert ist, dass die drei größten Unternehmen im Fonds 75,6 % des gesamten Fonds ausmachen.

Es besteht das Risiko, dass DRAM kurzfristig weiter fällt. In einer Stellungnahme am Montag sieht Mike Wilson, Chefanalyst bei Morgan Stanley, für diese Aktien eine Korrektur vor, wobei Anleger in Richtung Hyperscaler rotieren.

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