
Der Roundhill Memory ETF (DRAM) befindet sich weiterhin in einem lokalen Bärenmarkt, nachdem er mehr als 30 % von seinem Jahreshoch verloren hat. Er fiel auf $55.40 von dem Jahreshoch von $81.35, wobei wesentliche Nachrichten von Samsung und SK Hynix auf eine Erholung hindeuten.
SK Hynix und Samsung planen umfangreiche Rückflüsse an Aktionäre
Jüngste Berichte besagen, dass Samsung Electronics und SK Hynix ihren Aktionären in den kommenden Monaten erhebliche Summen zurückgeben wollen. SK Hynix, das zweitgrößte südkoreanische Unternehmen, plant, 40 trillion Won zurückzuführen ($29 billion) an seine Aktionäre durch eine Kombination aus Aktienrückkäufen und Streichung von eigenen Aktien. Das Unternehmen zielt darauf ab, dass diese Rückflüsse seine Aktie stabilisieren und die Bewertung verbessern.
Dieser Bericht folgt auf die Veröffentlichung starker Finanzzahlen des Unternehmens, die zeigten, dass Umsatz und Gewinne im letzten Quartal deutlich gestiegen sind. Es profitiert von der starken Nachfrage nach seinen High‑Bandwidth‑Memory‑(HBM)-Lösungen aufgrund des KI‑Booms.
Und heute berichtete Bloomberg, dass Samsung Electronics plane, $72 billion an seine Aktionäre zurückzugeben. Die Rückflüsse sollen in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen erfolgen, mit dem Ziel, den Aktienkurs zu stützen.
Diese Entwicklungen sind aus zwei Hauptgründen wichtig für den DRAM‑ETF. Samsung und SK Hynix gehören zu den größten Positionen und machen über 40 % des Portfolios aus. Die Rückflüsse könnten zudem den Druck auf andere im Fonds vertretene Unternehmen erhöhen, in diesem Jahr ebenfalls ihre Ausschüttungen zu erhöhen.
Micron und andere führende DRAM‑Werte könnten Ausschüttungen erhöhen
Micron, das $22 billion an Kundenverpflichtungen über mehrjährige Verträge gesichert hat, könnte ebenfalls planen, seine Rückflüsse zu erhöhen. In seinem jüngsten Ergebnisbericht sagte das Unternehmen, dass der operative Cashflow im dritten Quartal auf $25.3 billion gestiegen sei, nach $11.9 billion im vorangegangenen Quartal.
Zum Quartalsende verfügte es über mehr als $30 billion in Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren. Bei einem Aktienkurs, der als Schnäppchen gilt, ist es wahrscheinlich, dass es im nächsten Ergebnisbericht ein größeres Rückkaufprogramm ankündigt.
Ähnliches gilt für SanDisk, ein weiterer wichtiger DRAM‑Wert, der im letzten Ergebnisbericht über $5 billion Free Cashflow meldete, mehr als doppelt so viel wie im gleichen Quartal des Vorjahres. Andere Unternehmen wie Kioxia, Western Digital und Seagate könnten nachziehen.
Aktienrückkäufe gelten in der Regel als positiv, weil sie die Anzahl der ausstehenden Aktien verringern und damit das Ergebnis je Aktie (EPS) im Zeitverlauf steigern. Sie sind besonders wirksam, wenn Unternehmen mit Bewertungsabschlägen gehandelt werden, wie es derzeit in der DRAM‑Branche der Fall ist.
SK Hynix wird mit einem nachlaufenden Kurs‑Gewinn‑Verhältnis von unter 8 gehandelt. Ähnlich liegt Micron bei einem Vielfachen von 12, während SanDisk ein Vielfaches von 7.57 aufweist.
Technische Analyse des DRAM‑ETF deutet auf eine Erholung hin

DRAM‑Chart | Quelle: TradingView
Der Vier‑Stunden‑Chart zeigt, dass sich der DRAM‑ETF in den letzten Wochen erholt hat. Ein genauer Blick offenbart, dass sich langsam eine umgekehrte Schulter‑Kopf‑Schulter‑Formation ausbildet, ein verbreitetes bullisches Umkehrsignal in der technischen Analyse. Er bewegt sich weiterhin zwischen dem 50%‑ und dem 38.2%‑Fibonacci‑Retracement‑Level.
Der Fonds notiert außerdem oberhalb des 50‑Perioden‑EMA. Daher ist es wahrscheinlich, dass er nach den jüngsten Ankündigungen von Aktienrückkäufen durch seine größten Bestandteile wie Samsung und SK Hynix wieder ansteigen könnte.
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