Micron Technology

Der Kurs des Roundhill Memory ETF (DRAM) fiel diese Woche deutlich, da Anleger auf die Finanzzahlen eines seiner größten Bestandteile warteten. Er reagierte auch auf einen neuen Bericht über SK Hynix, das zweitgrößte Unternehmen Südkoreas. Am Mittwoch notierte er bei $70, damit ein paar Punkte über dem Wochentief von $69.8.

DRAM-ETF wartet auf Micron-Quartalszahlen

Der Roundhill Memory ETF ist in diesem Jahr der am schnellsten wachsende ETF, da sein verwaltetes Vermögen (AUM) auf über $20 billionen anstieg. Dieser Anstieg erfolgte, als Anleger in die größten Unternehmen der Speicherbranche strömten, die auf Rekordstände kletterten.

Auf dem Höhepunkt Anfang dieses Jahres stieg der DRAM-Kurs um 210% auf ein Rekordhoch von $81. In dieser Woche zog er sich dann deutlich zurück, als Anleger Gewinne mitnahmen und die meisten Unternehmen im Fonds einbrachen. Dazu gehören bekannte Namen wie SK Hynix und Samsung.

Die DRAM-Titel stehen später heute im Fokus, wenn Micron, das größte Fondunternehmen, seine Zahlen vorlegt. Analysten sind sehr optimistisch und erwarten, dass der Umsatz um 279% auf über $35.25 billionen gestiegen ist, gestützt durch die anhaltende Nachfrage nach Speicherchips.

Die durchschnittliche Schätzung lautet, dass der Jahresumsatz in diesem Jahr auf über $114 billionen steigen und im nächsten Jahr $196 billionen erreichen wird. Dieses Wachstum macht das Unternehmen zu einem der am schnellsten wachsenden in den USA.

Microns Ergebniszahlen werden erheblichen Einfluss auf den DRAM-Kurs haben. Sind Ergebnis und Ausblick stark, dürfte die Aktie deutlich zulegen, was auch bei den anderen Titeln des Fonds zu weiteren Gewinnen führen würde.

Andererseits, falls die Zahlen stark, der Ausblick aber schwach ausfällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie den Fonds deutlich nach unten zieht.

Ein weiterer zentraler Auslöser für den DRAM-Kurs wird ein Bericht aus Südkorea sein, in dem SK Hynix Pläne ankündigte, bis zu 45.45 trillion won ($30 trillion) aufzubringen, um seine KI-Investitionen zu stärken. Dies soll durch die Ausgabe von 17.79 Millionen Aktien zur Unterstützung dieser Notierung erfolgen.

Das Unternehmen plant, die Mittel zum Bau einer weiteren Fabrik in Yongin, zum Kauf neuer Chipfertigungsanlagen und zum Aufbau einer Advanced-Packaging-Fabrik in Cheongju zu verwenden. Dies wäre die größte ADR nach Alibaba, das $21.8 billionen einsammelte.

DRAM-ETF steht vor Konzentrationsrisiko

Die anhaltende Rallye der DRAM-Titel geht mit einem erheblichen Konzentrationsrisiko einher. Hauptgrund ist, dass der Fonds aus wenigen Unternehmen besteht. Daten zeigen, dass Micron 27.7% des Fonds ausmacht, gefolgt von SK Hynix und Samsung Electronics mit 27.52% bzw. 16.23%. Zusammen machen diese Unternehmen 72% des Fonds aus.

Daher kann ein einzelnes Unternehmen erhebliche Folgen für den gesamten Fonds haben. Wenn beispielsweise Microns Aktie stark steigt, wird auch der Fonds deutlich anziehen. Fällt die Aktie, stürzen die anderen Werte im Fonds mit ab.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass alle diese Unternehmen derselben Branche angehören, die in diesem Jahr gut läuft. Sollte das Wachstum jedoch drehen, besteht die Gefahr scharfer Rückgänge bei den Kursen.

Zudem kommen zwei der führenden Unternehmen im Fonds – Samsung und SK Hynix – aus Südkorea. Das stellt ein erhebliches Risiko dar, da ein größeres Ereignis im Land den gesamten Fonds belasten könnte.

DRAM-ETF-Aktie

DRAM-Aktienchart | Quelle: TradingView

Technisch hat die Aktie eine bärische Divergenz ausgebildet. Wie das obige Chart zeigt, hat der Relative Strength Index (RSI) einen absteigenden Kanal gebildet. Daher besteht die Gefahr, dass es bald zu einer Trendwende kommt.

WEITERLESEN: DRAM-ETF läuft auf vollen Touren, aber Vorsicht vor erheblichen Risiken

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