Mit einem Kurssprung von +10% ist die DoorDash-Aktie am Donnerstagmorgen der klare Spitzenreiter im Nasdaq 100-Index. Was steckt hinter dem Kurssprung des Essenslieferdienstes und könnte er ein Comeback der Aktie an der Börse einläuten?

Starke Quartalszahlen

Auslöser des heutigen Kurssprungs sind die Zahlen für das erste Quartal 2026. Das Fazit vorab: Sie fielen sehr gut aus.

Der Umsatz von DoorDash stieg im Vergleich zum Vorjahr um 33% auf 4,04 Milliarden US$. Damit blieb der Essenslieferant aber leicht hinter der Konsensschätzung von 4,15 Milliarden US$ zurück.

Die Gesamtzahl der Bestellungen stieg im ersten Vierteljahr um 27% auf 933 Millionen. Der Gesamtwert aller Bestellungen sprang um 37 % auf 31,6 Milliarden US$. Ohne die Übernahme von Deliveroo lag das organische Wachstum bei starken 24%.

Sehr positiv zu werten ist auch die Entwicklung der Nutzerbasis. Sie erreichte neue Rekordwerte bei den monatlich aktiven Nutzern und den Anmeldungen für das Abo-Programm DashPass.

Beim Ergebnis gelang DoorDash eine sehr positive Überraschung. Die EPS lagen mit 0,42 US$ deutlich über der Markterwartung von 0,37 US$. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im Jahresvergleich um 28% auf 754 Millionen US$ und der der Nettogewinn belief sich auf 184 Millionen US$.

Und nicht zuletzt konnte DoorDash auch mit seinem Ausblick für das laufende zweite Quartal überzeugen. Das Unternehmen erwartet einen weiteren Anstieg des Gesamtwerts der Bestellungen auf 32,4 bis 33,4 Milliarden US$ und des bereinigten EBITDA zwischen 770 und 870 Millionen US$.

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Reicht das Momentum aus?

Der Chart der DoorDash-Aktie zeigt gegenwärtig ein gemischtes Bild. Zwar konnte die Aktie Mitte März einen Boden bei 147 US$ finden, schaffte im April aber nicht den Sprung über den Widerstand bei 190 US$. Die guten Quartalszahlen könnten DoorDash nun ausreichend Momentum geben, diesen Widerstand zu überwinden und in Kürze wieder über 200 US$ zu notieren.

Das alles spricht für einen Kauf

Ich empfehle die DoorDash-Aktie nach wie vor zum Kauf und diese Kaufempfehlung hat mehrere Gründe. Die Entwicklung der Gewinnmarge in den letzten Jahren/Quartalen zeigt deutlich, dass sich die Profitabilität des Essenslieferdienstes durch die greifenden Skaleneffekte massiv erhöht.

Obwohl „Essenslieferant“ eigentlich nicht mehr die richtige Bezeichnung von DoorDash ist. Das Unternehmen wird vom Markt zunehmend als Dienstleister für die „Last Mile Delivery“ (auch von Lebensmitteln) gesehen.

Sehr positiv stimmt mich auch der deutliche Anstieg der Abonenntenzahl. Da Abo-Kunden in der Regel mehr bestellen und über einen längeren Zeitraum treu bleiben, erhöht sich damit die Kundenbindung erheblich.

Und nicht zuletzt trägt auch Integration des einstigen europäischen Wettbewerbers Deliveroo erste Früchte. Das internationale Geschäft wächst schneller als erwartet, besonders in Großbritannien, Frankreich und Italien. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Befürchtungen einer sinkenden Marge durch die Expansion nach Europa übertrieben waren.

Der Markt für Lieferdienste ist in fast allen Ländern der Welt ein Oligopol. Oligopole haben bekanntermaßen den Vorteil, dass alle verbliebenen Anbieter gutes Geld verdienen. Das wird sich auch bei der DoorDash-Aktie in den kommenden Jahren zeigen. Es ist Zeit für ein Comeback.

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ℹ DoorDash in Kürze

  • DoorDash (WKN: A2QHEA) mit Sitz in San Francisco ist der mit Abstand größte Essenslieferdienst in den USA.
  • Neben Mahlzeiten liefern die Fahrer des Unternehmens auch Lebensmittel, Convenience-Produkte, Blumen, Tierbedarf und alkoholische Getränke aus.
  • Seit 2021 ist DoorDash durch die Übernahme des Lieferdienstes Wolt und eine 16%-Beteiligung am Lieferdienst Flink in über 25 europäischen Ländern aktiv.
  • DoorDash notiert an der US-Technologiebörse Nasdaq und ist aktuell 73 Milliarden US$ wert.

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