
Der Aktienkurs von Domino’s Pizza (DPZ) ist im heutigen Handelsverlauf um über 13 % gefallen, da die Anleger den schockierenden Ergebnisbericht verarbeiten.
Das Unternehmen meldete einen übertroffenen Gewinn pro Aktie und erreichte beinahe die Umsatzziele. Eine schwache Prognose und die Aussetzung der Ziele für die Eröffnung neuer Geschäfte bereiten den Anlegern jedoch Sorgen.
Der Gewinn pro Aktie betrug 4,03 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen um 9,6 %, während der Umsatz mit 1,1 Milliarden US-Dollar knapp unter den Schätzungen der Analysten lag.
Der freie Cashflow des Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorquartal um 23,1 % auf 127,2 Millionen Dollar. Die Umsätze in den Filialen stiegen, blieben jedoch leicht unter den Erwartungen.
Auch wenn die Ergebnisse gar nicht so schlecht aussehen, ist es die Prognose, die die Anleger verunsichert. Sie warnte, dass die Umsätze in den Filialen auch in den kommenden Quartalen zurückgehen dürften.
Neue Geschäfte entstehen
Die Probleme haben das Unternehmen dazu veranlasst, seine Pläne für die Eröffnung neuer Geschäfte zu überdenken. Das Ziel, in den nächsten fünf Jahren 1100 neue Geschäfte zu eröffnen, ist auf Eis gelegt, während das Unternehmen überlegt, was es mit den sinkenden Umsätzen anfangen soll.
Die internationalen Aktivitäten von Domino sollten das langfristige Wachstum des Unternehmens vorantreiben, aber die besorgniserregenden Zahlen und schwachen Prognosen lassen Zweifel an dieser Strategie aufkommen. Jim Sanderson von Northcoast Research sagt:
Dies gibt ein wenig Anlass zur Sorge, da das internationale Wachstum der Geschäftsbereiche eine Schlüsselkomponente der langfristigen Wachstumsstrategie des Unternehmens darstellte.
Inflation schadet Lebensmittelunternehmen
Die Beliebtheit von Domino’s unter den Verbrauchern steht nun in Frage, da diese deutlich gezeigt haben, dass ihnen das Sparen von Geld wichtiger ist als das Essen.
Auch wenn sich die Inflationszahlen in den USA verbessern und die Einzelhandelszahlen auf eine starke Entwicklung der US-Verbraucherzahlen schließen lassen, besteht keine Garantie dafür, dass die Menschen ihr Geld auch weiterhin mit der gleichen Leichtigkeit für Fast Food ausgeben werden.
Das Unternehmen ist sich dessen bewusst und hat deshalb daran gearbeitet, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Es hat nicht nur sein Treueprogramm erneuert, sondern auch andere Angebote eingeführt, um Feinschmecker anzulocken.
Eines dieser Angebote ist die Boost-Woche, bei der das Unternehmen die ganze Woche über Rabatte gewährt.
In den kommenden Quartalen können wir laut Management mit einer Boost-Woche pro Quartal rechnen.
Das Management ist auch mit der Strategie „Hungry for MORE“ zufrieden, die auf aggressives Wachstum und den Aufbau einer Erfolgsgeschichte abzielt. CEO Russell Weiner sagt:
Unsere Leistung im bisherigen Jahresverlauf zeigt, dass unsere Strategie „Hungry for MORE“ hervorragend gestartet ist und sich unmittelbar auf Umsatz und Gewinn auswirkt.
Trotz des Optimismus müssen sich die Anleger fragen, warum die Zahl der Neueröffnungen und Umsätze zurückgeht, wenn das Unternehmen doch davon ausgeht, dass seine Wachstumspläne intakt sind.
Wenn die Inflation und das Ausgabeverhalten die Ursache sind, kann das Unternehmen die Situation möglicherweise durch Angebote wie die Boost Week langfristig verbessern.
Aber wenn die Leute Alternativen gefunden haben, die Domino‘s preislich nicht schlagen kann, kann es sein, dass nur die eingefleischten Domino‘s-Fans ihnen die Treue halten.
Niemand kann es dem Verbraucher verdenken, dass er in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Geld spart.
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