Global markets track Iran tensions, oil volatility, Oracle layoffs and Asia’s rebound amid cautious investor optimism.

Der Dollar zog am Donnerstag an, nachdem US-Präsident Donald Trump Iran als „verrückt“ bezeichnet hatte und damit die Erwartungen an einen raschen Waffenstillstand dämpfte, der den zweitägigen Rückgang der Währung kurzzeitig ausgeglichen hatte.

Der Dollar-Index stieg intraday auf 99.925, bevor er 0.3% stärker bei 99.86 schloss, nachdem er zuvor ein Drei-Wochen-Tief berührt hatte, als Anleger kurzzeitig ein baldiges Ende des Konflikts einpreisten.

Marktbewegungen nach Trumps Iran-Äußerungen

Trump sagte, der Konflikt gehe „dem Ende zu“, warnte jedoch, dass US-Luftangriffe weitere zwei bis drei Wochen andauern würden.

Die Märkte werteten die Äußerungen als Signal dafür, dass der Krieg zunächst eskalieren werde, bevor er sich entspannt, was zu einer schnellen Umkehr der Risikobereitschaft führte.

Euro und Pfund fielen jeweils um rund 0.3% gegenüber dem Dollar.

Der australische Dollar fiel um etwa 0.6% auf $0.6887, und der neuseeländische Dollar gab um einen ähnlichen Betrag auf $0.5719 nach.

Der japanische Yen rutschte auf 159.25 je Dollar und blieb damit unter der 160er-Marke, die viele Händler als potenziellen Auslöser für Interventionen der japanischen Behörden ansehen.

Warum der US-Dollar gefragt ist

Der Dollar war Anfang der Woche zunächst unter Druck geraten, nachdem frühe Signale eines Waffenstillstands die Risikoneigung kurzzeitig erhöht hatten, doch Trumps nachfolgende Äußerungen kehrten diese Bewegung um.

Carol Kong, Strategin bei der Commonwealth Bank of Australia, sagte, die Märkte begännen „zu erkennen“, dass sich der Konflikt „zuerst zuspitzen wird, bevor er sich wieder entspannt“ – ein Verlauf, der die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen stützt.

Ein Direktor von Goldman Sachs sagte, der Dollar könne gegenüber Euro und Yen weiter aufwerten, da Anleger eine breitere Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums einpreisten.

Arbeitsmarktdaten und Fed-Politik im Fokus

Das Augenmerk richtet sich auf den Arbeitsmarktbericht für März (Nonfarm Payrolls); der Marktkonsens liegt laut einer Reuters-Umfrage bei 60,000 neu geschaffenen Stellen.

Selbst ein schwächerer Wert dürfte kaum ausreichen, Zinssenkungen der Federal Reserve fest auf die Agenda zu setzen, da deutlich höhere Ölpreise voraussichtlich die Konsumausgaben belasten und den Inflationsdruck nach oben erhöhen.

Die Sitzungsprotokolle der Fed sollen noch diese Woche vor dem Beschäftigungsbericht veröffentlicht werden.

Die Futures-Positionierung deutet darauf hin, dass Händler sich auf einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten, einen stärkeren Dollar und einen Datenkalender einstellen, der es der Fed erschweren könnte, die Geldpolitik bei ihrem nächsten Treffen zu lockern. Der S&P 500 fiel im Wochenverlauf um 1.1%.

Ausblick: Risiken sprechen für den Dollar

Der Dollar dürfte gegenüber Entwicklungen im Nahen Osten empfindlich bleiben; die Nachfrage nach sicheren Häfen bildet eine Untergrenze, solange der Konflikt keine klaren Anzeichen einer Lösung zeigt.

Kurzfristig sorgt die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und einem dichten Kalender US-amerikanischer Daten dafür, dass die Risikobilanz zugunsten des Dollars bleibt.

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