
Die globale Finanzlandschaft war in den letzten Tagen ganz auf den Iran-Krieg fixiert.
Obwohl die Angriffe, die Teherans Oberhaupt töteten, und die anschließende „Vergeltung“ des Landes allgemein erwartet wurden, um die Aktienkurse zu belasten, haben die Märkte tatsächlich eine überraschende Widerstandsfähigkeit gezeigt.
Trotz dieser offensichtlichen Stabilität befinden sich Anleger jedoch weiterhin in einer Art Schwebezustand und warten auf ein klares Signal, dass das geopolitische Risiko vollständig eingepreist wurde.
Und Experten zufolge gibt es einen konkreten technischen Meilenstein – eine Linie im Sand –, die anzeigen wird, dass die Bullen offiziell die Kontrolle zurückerobert haben.
Warum blieben US-Aktien widerstandsfähig?
Die erwähnte Widerstandsfähigkeit resultiert aus einem Markt, der arguably „unterrepräsentiert“ ist – geprägt von einer Stimmung, die der technische Stratege von Fundstrat, Mark Newton, als „ziemlich verhalten trotz fehlender Kapitulation“ beschreibt.
Ihm zufolge blicken Investoren über den unmittelbaren militärischen Konflikt hinaus und richten ihren Fokus auf die zugrundeliegenden wirtschaftlichen Fundamentaldaten, die sich stabiler gezeigt haben als erwartet.
„Dem Markt ist zugutezuhalten, dass er eine erstaunliche Menge an schlechten Nachrichten verkraften konnte, ohne zusammenzubrechen“, schrieb Newton in einer aktuellen Mitteilung.
Die Fähigkeit des Marktes, Schocks – von Energiepreissprüngen bis hin zu Vergeltungsschlägen – zu absorbieren, ohne seine Jahrestiefs zu unterschreiten, deutet darauf hin, dass die ‚Wall of Worry‘ eher erklommen wird als getroffen.
Darüber hinaus hat die heimische Produktion in den USA als Puffer gegen die traditionelle „Ölschock“-Erzählung gewirkt, die typischerweise mit Instabilität im Nahen Osten einhergeht – und es so den US-Aktien ermöglicht, sich von den schlimmsten geopolitischen Szenarien zu entkoppeln.
Was wäre ein klares Kaufsignal für US-Aktien?
Damit der Benchmark S&P 500 vollständig aus dem Gröbsten herauskommt, ist das spezifische Signal, auf das Händler achten müssen, laut Mark Newton ein entscheidender Durchbruch über den Intraday-Höchststand vom Montag bei 6.901.
Am Mittwoch testete der Index dieses Niveau mit einem Hoch von 6.885,94 – letztlich fehlte jedoch die Dynamik, um hindurchzubrechen.
„Wenn der SPX über die Hochs des vergangenen Montags klettern kann, halte ich es für richtig zu denken, dass die Tiefs vorerst gesetzt sind“, schrieb Newton.
Es ist eine psychologische Barriere, die beweist, dass Käufer bereit sind, Kapital zu verpflichten – selbst mitten in einem Krieg. Bis dieses „Montags-Hoch“ durchbrochen ist, verharrt der Markt in einer Art Schwebezustand.
Newton warnte ferner, dass der S&P 500 derzeit „in der engsten Spanne gefangen ist, die je erlebt wurde“, was bedeutet, dass der schließlich bevorstehende Ausbruch – in welche Richtung auch immer – vermutlich explosiv ausfallen wird.
Was ist zukünftig vom S&P 500 zu erwarten?
Newton argumentierte außerdem, dass diese enge Handelsspanne „irgendwann im März gelöst“ werden dürfte.
Für den durchschnittlichen Anleger ist die Botschaft klar: Der Abschlag aufgrund des „Iran-Kriegs“ wird erst vollständig verschwinden, wenn der SPX beweist, dass er zu den Kursniveaus zurückkehren kann, die vor den heftigsten Eskalationen der Woche zu sehen waren.
Solange 6.901 nicht längst hinter uns liegt, dümpelt der Markt lediglich vor sich hin.
Ein erfolgreicher Durchbruch dieses Niveaus würde nicht nur die Skeptiker verstummen lassen, sondern bestätigen, dass sich der Konflikt zumindest für die Wall Street von einer marktbewegenden Krise zu einem Hintergrundgeräusch gewandelt hat.
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