Mensch und Maschine (WKN: 658080) zeigt in den Quartalscalls, wie man schon seit vielen Jahren mit KI arbeitet, und das auf anschauliche Weise. Das Management zeigte sich überrascht, dass die Börse das Thema so hochpusht, obwohl man es schon seit vielen Jahren praktiziert und in technischen Kreisen eigentlich nicht mit Schlagwörtern darüber spricht. In diesem Call wurde unter anderem gezeigt, wie Routinearbeiten in der Software-Entwicklung an die KI delegiert werden, beispielsweise die Dokumentation. Alles, was vielen Programmierern keinen Spaß macht. Aber kann die Mensch und Maschine-Aktie langfristig Spaß machen? Das wollen wir jetzt prüfen.

Die Mensch und Maschine-Aktie in der Fundamentalanalyse

Das erste Quartal 2026 markiert für die Mensch und Maschine Software SE (MuM) einen operativen Meilenstein und unterstreicht die Transformation des Unternehmens hin zu einem hochprofitablen Softwarehaus. Mit neuen Rekordwerten bei Ergebnis und Cashflow zeigt das Unternehmen, dass die Strategie der „Skalierung durch Effizienz” aufgeht.

Im abgelaufenen Quartal (Q1/2026) konnte MuM die Ertragskraft signifikant steigern. Der Rohertrag stieg um 4,3 % auf 51,57 Mio. Euro. Dabei entwickelte sich das Segment MuM-Software mit einem Plus von 6,5 % dynamischer als das Segment Digitalisierung (1,2 %). Es ist wichtig, dass die MuM-Software das Wachstumstal durchschritten hat. Gründer Adi Drotleff meinte, es liege nicht nur an Sofistik für den Bau, sondern auch die CAM-Software finde wieder mehr Nachfrage. Die strategische Entscheidung, Routineaufgaben in der Softwareentwicklung (Dokumentation, Tests, simples Coding) konsequent an KI-Systeme zu delegieren, zeigt ebenfalls langfristige Wirkung. Dies ermöglicht es, komplexe Produkte wie die CAE-Lösung „eXs” mit relativ kleinen Teams zur Marktreife zu bringen.

Besonders beeindruckend ist die Entwicklung des EBIT: Mit 18,32 Mio. Euro (+13,7 %) wurde ein Allzeithoch für ein Startquartal erreicht. Die EBIT-Marge kletterte damit von 24,4% auf 25,6 %. Der Gewinn je Mensch und Maschine-Aktie (EPS) folgte diesem Trend und wuchs um 16 % auf 73 Cent. Auch beim Free Cashflow vermeldet MuM mit 1,17 Euro je Aktie einen signifikanten Zuwachs von 22 %.

Aufgrund der umfangreichen Aktienrückkäufe in den vergangenen Monaten stiegen alle Kennziffern je Mensch und Maschine-Aktie noch deutlicher, was sich positiv auf die langfristige Wachstumsentwicklung auswirken dürfte.

So hebt sich das Unternehmen vom Wettbewerb ab

Im Segment Digitalisierung verlief das Rohertragswachstum mit +1,2 % eher verhalten. Dies könnte auf eine leichte Zurückhaltung in bestimmten Industriebereichen hindeuten oder auf einen Vorzieheffekt, da Autodesk die 3-Jahres-Lizenzen eingestellt hat und diese damals vermehrt geordert wurden.

MuM setzt langfristig auf die Verknüpfung von CAD (Konstruktion), CAM (Fertigung) und BIM (Gebäudeinformationsmodellierung). Ein zentrales Thema ist die Marktdominanz in Nischen. Während Open Mind (CAM) mit einem groben Anteil von zwei Dritteln des Rohertrags weiterhin die tragende Säule der Software-Sparte ist, rückt die Infrastrukturplanung verstärkt in den Fokus. Ein prominentes Beispiel aus den Unterlagen ist die Vereinheitlichung der Schleusensteuerungen für die deutsche Wasserstraßenverwaltung – ein Projekt, das die Tiefe der Branchenintegration verdeutlicht.

Ausblick und Fazit für die Mensch und Maschine-Aktie

Das Management unterstreicht seine große Zuversicht, indem es die langfristigen Ziele bestätigt. Bis zum Jahr 2030 plant MuM eine Verdoppelung des Gewinns je Mensch und Maschine-Aktie auf über 380 Cent. Das operative Ziel bleibt ein jährliches Wachstum von EBIT, EPS und Dividende um durchschnittlich 15 %. Dafür benötigt es ein Rohertragswachstum von mindestens 6 %, das MuM im ersten Quartal geliefert hat. Dabei konnte auch der Praxisbeleg erbracht werden, dass damit wirklich ein Gewinnwachstum von über 15 %, sogar 16 %, im Quartal erzielt werden kann.

Mensch und Maschine nutzt die technologische Disruption durch KI nicht als Bedrohung, sondern als internen Produktivitäts-Turbo. Mit einer soliden Bilanz, hohen Cashflows und einer klaren Wachstumsroadmap bis 2030 bleibt die Mensch und Maschine-Aktie ein Paradebeispiel für ein profitabel skalierendes Softwarehaus.

Außergewöhnlich ist die Dividendenrendite. Kaum ein Softwareunternehmen hat eine Dividendenrendite von 5,3 % und wächst gleichzeitig weiter. Bei einer Gewinnwachstumsrate von 16% könnte das aktuelle KGV von 20 schnell schmelzen. Langfristige Investoren sollten sich die Mensch und Maschine-Aktie ansehen.

Der Artikel Diese Software-Aktie mit 5,3 % Dividendenrendite ist gerade um 20 % gestiegen ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.