Wir setzen mit dem Schweizer Sensorhersteller Sensirion (WKN: A2JGBW) und der Sensirion-Aktie darauf, dass die Megatrends Energieeffizienz, steigendes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sowie die Zunahme von Regulierungen zu einer steigenden Nachfrage nach immer komplexeren und kleineren Sensoren führen. Sensirion ist gut aufgestellt, um davon zu profitieren, und hat mit dem US-Markteintritt bei A2L-Leckagesensoren für Klimaanlagen eine neue Wachstumsstufe gezündet.
Sensirion-Aktie: Die Fundamentalanalyse
Dieses neue Geschäft, bei dem Sensirion innerhalb eines Jahres direkt zum Marktführer aufgestiegen ist, war der größte einzelne Wachstumstreiber im nun abgelaufenen Geschäftsjahr 2025. Aber auch das übrige Geschäft wuchs ordentlich, nachdem die beiden Vorjahre konjunkturbedingt weniger gut verlaufen waren. Im wichtigen Industriesegment (57 % Umsatzanteil) wirkten sich neben den neuen Leckagesensoren auch eine steigende Nachfrage nach Sensoren zur Methanemissionsüberwachung und Gaschromatographie positiv aus und trieben den währungsbereinigten Umsatz um satte 48 % an.
Auch im Medizinsegment (14 % Umsatzanteil, 14 % Umsatzplus) und in der Endverbrauchersparte (6 % Umsatzanteil, 50 % Umsatzplus) entwickelten sich die Geschäfte – angetrieben von Sensoren zur Messung von Feinstaub und CO2 sowie dem Beatmungsgeschäft – gut. Lediglich das Automobilsegment (23 % Umsatzanteil, 2 % Umsatzplus) stagnierte aufgrund der „anhaltend schwierigen Lage der westlichen Automobilindustrie“, in der Sensirion traditionell einen höheren Marktanteil hat als in China.
Insgesamt legte der währungsbereinigte Umsatz im Gesamtjahr um starke 29 % zu, wobei die Wachstumsdynamik in der zweiten Jahreshälfte nachließ. Die Bruttomarge zog aufgrund einer höheren Auslastung sowie der zunehmenden Internationalisierung (45 % der Umsätze kommen nun aus Produktionsstätten außerhalb der Schweiz) im Jahr 2025 ebenfalls deutlich an und lag nun bei 52,3 % (2024: 49,2 %). Effizienzprogramme befeuerten die EBITDA-Marge zusätzlich und ließen diese auf 18,5 % steigen (2024: 10,5 %).
Dass der Gewinn dennoch „nur“ um 5,9 % zulegte, ist auf den starken Schweizer Franken sowie einen Verlust aus der Beteiligung an einem Start-up zurückzuführen – nichts, was uns mit Blick auf die Sensirion-Aktie beunruhigt.
Wie wir nun über Sensirion denken
Sensirion scheint uns somit voll auf Kurs, um seine Mittelfristziele zu erreichen. Auch wenn das „wirtschaftliche Umfeld auch 2026 herausfordernd bleibt“, peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 5 bis 12 % im neuen Jahr sowie eine EBITDA-Marge von rund 15 bis 19 % an. Genaueres zu den Wachstumsinitiativen stellt das Unternehmen auf dem Investorentag Mitte April vor – wir werden berichten.
Soweit sind wir mit der Entwicklung von Sensirion voll zufrieden und finden die Bewertung der Sensirion-Aktie in Höhe des 2,6-fachen Umsatzes und 35-fachen Free Cashflow angemessen.
Der Artikel Diese Schweizer Megatrend-Aktie wächst und wächst – die wenigsten Investoren kennen sie ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.