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SpaceX (SPCX) schrieb am Freitag Geschichte – mit $75 billion beim größten Börsengang „aller Zeiten“ – und legte bei seinem Nasdaq-Debüt prompt um 19% zu.

Die Euphorie ist real, die Story ist überzeugend, doch die Bewertung, die bei rund $2 trillion liegt, ist bereits auf Perfektion eingepreist.

Und für Anleger, die Überzeugung über Herdenpsychologie stellen, gibt es eine ruhigere, bodenständigere Gelegenheit, die es wert ist, betrachtet zu werden – Nokia (NOK).

Warum die Nokia-Aktie 2026 ein überzeugender Kauf ist

Die meisten verbinden Nokia noch immer mit den klobigen Handys, die Anfang der 2000er dominierten. Diese Ära ist lange vorbei.

Heute ist Nokia ein globales Kommunikationsinfrastrukturunternehmen, das in vier Hauptgeschäftsbereichen tätig ist – Mobilnetzwerke, Netzwerkinfrastruktur, Cloud- und Netzwer­dienste sowie Nokia Tech – und Ausrüstung an Netzbetreiber, Hyperscaler und Rechenzentrumsbetreiber in mehr als 100 Ländern verkauft.

Im Jahr 2026 ist das Markenlizenzgeschäft, das das Telefon­geschäft betreut, nur noch eine Randnotiz; die eigentliche Story liegt in optischen Netzen, im IP‑Routing und im Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration.

Bank of America Securities bezeichnet Nokia inzwischen als wichtigen Anbieter für Data‑Center‑Interconnects und optische Transportlösungen und nicht mehr lediglich als traditionellen Anbieter von Mobilfunkausrüstung.

Und dieses Rebranding wird durch harte Zahlen untermauert. Nokias Q1‑Zahlen wiesen ein Wachstum der KI‑ und Cloud‑Nettoumsätze von 49% im Jahresvergleich aus, begleitet von €1 billion an Aufträgen von KI‑ und Cloud‑Kunden.

Das Unternehmen hat seine Wachstumsprognosen für das Segment „Netzwerkinfrastruktur“ für das Gesamtjahr angehoben, insbesondere für die Teilsegmente optische Netze und IP‑Netze, die für KI‑ und Cloud‑Rechenzentren entscheidend sind.

Alles in allem ist die Nokia‑Aktie nicht mehr nur eine Turnaround‑Story – sie ist eine Infrastrukturgeschichte mit echtem Momentum.

Partnerschaft mit Nvidia macht NOK‑Aktien äußerst attraktiv

Die am meisten „unterschätzte“ Entwicklung in Nokias jüngerer Geschichte ist die Tiefe der Kooperation mit Nvidia.

Ende 2025 tätigte Nvidia eine direkte Aktienbeteiligung an Nokia zu $6.01 pro Aktie – ein starkes Vertrauenssignal, das der breitere Markt bislang nur zögerlich vollständig eingepreist hat.

Die beiden Unternehmen arbeiten an KI‑gestützter Radio‑Access‑Network‑Technologie, die das Infrastruktur‑Rückgrat für die 6G‑Ära bilden soll, und das in einer Phase, in der der weltweite Datenverkehr explosionsartig zunimmt.

Laut Nokias eigenen Projektionen wird der globale Netzwerkverkehr von 2024 bis 2034 etwa verfünffacht, wobei KI‑Workloads einen überproportionalen Anteil dieser Nachfrage ausmachen.

Nokia eröffnete im Mai in Sunnyvale ein AI Networking Innovation Lab, eine Einrichtung, die gemeinsam mit Cloud‑ und KI‑Partnern Next‑Generation‑Netzwerke für KI‑Rechenzentren mitentwickeln soll.

Warum disziplinierte Anleger Nokia in Betracht ziehen sollten

Der SpaceX‑Börsengang ist ein echtes technologisches Wunderwerk, verpackt in ein Finanzinstrument, das von einem verlangt, von Tag eins an für immer daran zu glauben, dass alles perfekt läuft.

Bei seinem Sitzungshoch am Freitag touchierte SpaceX kurz eine Marktkapitalisierung von nahezu $2.21 trillion – eine Zahl, die praktisch keinen Spielraum für Fehler, Ausführungsrisiken oder die „gewöhnlichen Turbulenzen“ lässt, denen jedes junge börsennotierte Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Geschichte ist voll von transformativen Firmen, die sich als schlechte Früh‑IPO‑Investitionen erwiesen haben, gerade weil der Hype den Fundamentaldaten über Jahre vorauslief.

Nokia‑Aktie bietet dagegen ein anderes Anlageangebot. Mit rund $19.22 billion Umsatz pro Jahr und einer Marktkapitalisierung von $82 billion wird sie mit einem deutlichen Abschlag auf den Umsatz gehandelt.

Das ist fast paradox für ein Unternehmen, das 49% Wachstum bei KI‑Umsätzen verzeichnet und NVDA als strategischen Investor anzieht.

Die NOK‑Aktien entwickelten sich am Freitag besser als der breitere Sektor für Technologieausrüstung, obwohl die Marktaufmerksamkeit vollständig vom SpaceX‑Spektakel absorbiert wurde – eine stille Erinnerung daran, dass die beständigen Gewinne oft abseits des Rampenlichts entstehen.

Für Anleger, die echte KI‑Infrastruktur‑Exponierung wollen, ohne eine „einmal‑pro‑Generation“‑Prämie zu zahlen, verdient Nokia eine ernsthafte Prüfung, zumal auch verschiedene Wall‑Street‑Firmen die Aktie derzeit als „Overweight“ einstufen.

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