
Die Schwierigkeit beim Bitcoin-Mining hat einen historischen Wert von 101,65 Billionen (T) erreicht und stellt Klein-Miner vor erhebliche Herausforderungen.
Der jüngste Anstieg des Schwierigkeitsgrades spiegelt einen Anstieg der Rechenleistung wider, die zum Mining neuer Bitcoin-Blöcke erforderlich ist, was den Wettbewerb in der gesamten Branche verschärft.
Während größere, börsennotierte Mining-Unternehmen oft über mehr Kapital verfügen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, fällt es kleineren oder privaten Akteuren möglicherweise schwerer, mitzuhalten, und sie müssen möglicherweise bereits geschürfte Bitcoins verkaufen, um die Betriebskosten zu decken.
Dieser rekordverdächtige Meilenstein ist ein Hinweis auf die Belastbarkeit und Belastung des Bitcoin-Mining-Ökosystems, da für die Rentabilität mehr Ressourcen erforderlich sind.
Die Schwierigkeit des Bitcoin-Minings, die sich etwa alle zwei Wochen anpasst, stellt nun eine neue Hürde für die Akteure der Branche dar.

Quelle: Glassnode
Der Schwierigkeitsgrad, der alle 2.016 Blöcke berechnet wird, ist im Vergleich zu den diesjährigen Anpassungen um fast 60 % gestiegen, was die zunehmende Komplexität des Mining-Prozesses unterstreicht.
Der höhere Schwierigkeitsgrad bedeutet, dass mehr Rechenleistung erforderlich ist, was die Betriebskosten erhöht und kleinere Miner möglicherweise dazu zwingt, ihre Bitcoin-Einnahmen abzustoßen.
Hashrate erreicht Allzeithoch
Der Druck wurde zusätzlich dadurch verstärkt, dass auch die Bitcoin-Hashrate – die Rechenleistung, die beim Mining und bei der Transaktionsverarbeitung zum Einsatz kommt – einen historischen Höchststand erreichte und über sieben Tage durchschnittlich 755 EH/s betrug.
Ende Oktober war ein Hashrate-Anstieg von 12 % an einem einzigen Tag einer der stärksten Anstiege des Jahres.
Dieser Anstieg unterstreicht noch einmal die Wettbewerbslandschaft des Bitcoin-Minings, wo Miner leistungsstarke, spezialisierte Geräte wie ASICs (anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise) benötigen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Mit zunehmender Konkurrenz könnten kleinere Bergbauunternehmen zum Ausscheiden aus dem Markt gezwungen werden, wenn sie nicht in der Lage sind, mit der Verarbeitungskapazität und den Ressourcen der größeren Betreiber mitzuhalten.

Quelle: Glassnode
Im Oktober verkauften die Bitcoin-Miner im Durchschnitt fast alle ihre geschürften Coins, um die Kosten zu decken. Allerdings gab es auch eine kurze Phase, in der einige ihre Einnahmen einbehielten und so ihre Reserven nach der deutlichen Erschöpfung in den vorangegangenen Monaten wieder aufstockten.
Derzeit produzieren die Miner täglich etwa 450 Bitcoin, was im Falle einer vollständigen Liquidierung einem Verkaufsdruck von etwa 31,5 Millionen US-Dollar entspricht.
Dies deutet darauf hin, dass die Miner zwar aktiv bleiben, ihre Fähigkeit, Vermögenswerte zu behalten, jedoch begrenzt ist, was zur Marktvolatilität beiträgt.
Warum die Schwierigkeit beim Bitcoin-Mining wichtig ist
Die Schwierigkeit des Bitcoin-Minings ist entscheidend für die Aufrechterhaltung einer konstanten Blockproduktionszeit von etwa 10 Minuten.
Satoshi Nakamoto, der Erfinder von Bitcoin, hat den Algorithmus so entwickelt, dass der Schwierigkeitsgrad als Reaktion auf die Netzwerkaktivität angepasst wird.
Wenn mehr Miner beitreten, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad, wodurch die Blockerkennungsrate stabil bleibt.
Diese Stabilität ist für den Wert von Bitcoin als vorhersehbarer, endlicher Vermögenswert mit einer maximalen Angebotsobergrenze von 21 Millionen BTC von entscheidender Bedeutung.
Die konsistente Blockzeit von Bitcoin verhindert ein Überangebot, ein wichtiger Vorteil im Vergleich zu inflationären Fiat-Währungen.
Dieses kontrollierte Angebot, gepaart mit einer steigenden Nachfrage, ist von zentraler Bedeutung für den wahrgenommenen Wert von Bitcoin als „digitales Gold“.
Da der Wettbewerb beim Mining zunimmt, wird sich die Bitcoin-Schwierigkeit weiter anpassen und dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.
So wird die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit berechnet
Die Mining-Schwierigkeit wird anhand der zum Mining der vorherigen 2.016 Blöcke benötigten Zeit bestimmt und beträgt im Idealfall 20.160 Minuten (2.016 Blöcke x 10 Minuten).
Wenn die Blockzeit abweicht, passt das Netzwerk den Schwierigkeitsgrad proportional an.
Diese Anpassung ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Inflationsrate von Bitcoin vorhersehbar und das Angebot begrenzt bleibt.
Trotz eines kleinen Fehlers im ursprünglichen Bitcoin-Protokoll, bei dem der Schwierigkeitsgrad auf der Grundlage von 2.015 statt 2.016 Blöcken festgelegt wird, hält der Algorithmus die Bitcoin-Inflation wirksam in Schach und sorgt dafür, dass Blöcke mit einer stabilen Rate hinzugefügt werden.
Diese jüngste Anpassung des Schwierigkeitsgrades unterstreicht die Widerstandsfähigkeit und die Herausforderungen des Bitcoin-Minings, bei dem kleine Miner im Wettbewerb mit den Riesen der Branche mit steigenden Kosten konfrontiert sind.
Da parallel zum Netzwerkwachstum auch die Schwierigkeit des Minings steigen dürfte, bleibt die Zukunft des Bitcoin-Minings im kleinen Maßstab ungewiss.
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