eu has $8 trillion leverage over us as trump threatens new tariffs

Europäische Hauptstädte prüfen ihre Reaktion auf Präsident Donald Trumps jüngste Zolldrohung, diesmal im Zusammenhang mit seinem umstrittenen Versuch, Grönland zu erwerben.

Während das Weiße Haus ab dem 1. Februar Verpflichtungen von etwa 10 % für acht NATO-Verbündete signalisiert hat, warnen Analysten, dass der eigentliche Kampf nicht in den Häfen, sondern auf den Finanzmärkten stattfinden könnte.

Laut der Deutschen Bank hält die EU zusammen schätzungsweise 8 Billionen US-Vermögenswerte und ist damit Washingtons größter ausländischer Gläubiger.

Diese enorme Exposition gibt dem Block einen “mächtigen Hebel”, falls die Spannungen zu einer ausgewachsenen Handelskonfrontation eskalieren und die Aussicht auf Kapitalflucht und Dollar-Rebalancierung erhöhen.

Die finanzielle Feuerkraft der EU im Grönlandstreit

In seinem neuesten Bericht hob George Saravelos, leitender Stratege der Deutschen Bank, hervor, dass die Rolle der EU als größter Kreditgeber Amerikas in Handelsdebatten oft übersehen wird.

Da die Bestände an US-Anleihen und Aktien zusammen fast doppelt so hoch sind wie im übrigen Rest der Welt, hat der Kontinent die Fähigkeit, echten Schaden zuzufügen, wenn er sich entscheidet, Positionen abzubauen.

“Trotz aller militärischen und wirtschaftlichen Stärke hat die USA eine entscheidende Schwäche: Sie sind auf andere angewiesen, um ihre Rechnungen über große externe Defizite zu bezahlen”, sagte er den Kunden.

Diese Abhängigkeit macht Washington anfällig für Veränderungen in der europäischen Kapitalallokation. Ein von Grönland angeführter Zollkrieg könnte die Auszüge beschleunigen – ähnlich wie bereits im vergangenen Jahr beobachtete Maßnahmen dänischer Pensionsfonds.

Die Kapitalmärkte als Waffe einsetzen, nicht die Handelsströme

Was diese Konfrontation besonders gefährlich macht, ist die Möglichkeit, dass Europa das Schlachtfeld von Zöllen zu Finanzen “verschieben” könnte.

Experten warnen, dass der Block in der Lage ist, die Kapitalmärkte zu bewaffnen, indem er den Zugang von US-Unternehmen zu EU-Liquidität einschränkt oder sich von dollar-denominierten Vermögenswerten abwendet.

Solche Maßnahmen würden den Kern des amerikanischen Finanzierungsbedarfs treffen – die Staatsanleihenrenten stören und das Vertrauen der Anleger untergraben.

Saravelos argumentierte, dass “es eine Waffenisierung des Kapitals und nicht der Handelsströme sei, die bei weitem am störendsten für die Märkte wäre.”

Wenn Europa diesen Weg wählt, könnten die Folgen weit über Grönland hinaus reichen und sowohl die Wall Street als auch das globale Kapital erschüttern.

Die Kapitalmärkte bereiten sich auf transatlantische Turbulenzen vor

Die größere Sorge betrifft nicht nur Zölle auf Stahl oder Autos, sondern die Auswirkungen auf die weltweite Finanzwelt.

Da die US-Netto-internationale Investitionsposition auf rekordnegativem Niveau liegt, war die Interdependenz zwischen europäischen und amerikanischen Märkten nie größer.

Jede bedeutende Neuausrichtung der Dollar-Exposition könnte weltweit Volatilität bei Währungen, Aktien und Anleihen auslösen.

Saravelos warnte, dass der Euro zwar nicht so stark leiden könnte wie befürchtet, Anleger sich aber auf eine erhöhte Unsicherheit einstellen sollten.

Wenn die EU beginnt, ihren finanziellen Einfluss als Waffe einzusetzen, könnten die Folgen weit über Grönland hinaus nachhallen.

Für die Wall Street ist das Risiko klar: Es wäre das Kapital, nicht der Handel, das in diesem geopolitischen Stillstand die Frontlinie bildet – falls es eine gibt.

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