Ein 500 Euro zusätzlich im Monat – ganz ohne Nebenjob? Für viele Anleger ist es ein ferner Traum. Tatsächlich ist der Weg zu einem attraktiven passiven Einkommen jedoch oftmals sehr einfach. Er beginnt mit dem Kauf von langweiligen Unternehmen, die Jahr für Jahr wachsen und ihre Aktionäre regelmäßig an den Gewinnen beteiligen. 

In Kombination mit der 7-Prozent-Formel ergibt sich über Jahre ein eindrucksvolles Bild. Zeit, Zinseszins und Qualitätsaktien entfalten gemeinsam die Wohlstandsformel für den Ruhestand.

Warum 7 % Rendite langfristig einen gewaltigen Unterschied machen

Die Idee hinter der 7-%-Formel ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Erzielt ein Depot langfristig eine durchschnittliche Gesamtrendite von 7 % pro Jahr – beispielsweise durch rund 3 % Dividendenrendite und 4 % Kurswachstum –, verdoppelt sich das investierte Kapital statistisch etwa alle 10,3 Jahre.

Denkbar ist auch eine Dividendenrendite von 1 % bei 6 % Kurswachstum. Das sind Werte, die an der Börse überaus realistisch sind.

Wir reden hier aber auch von Durchschnittswerten. Natürlich entwickelt sich die Börse niemals geradlinig. Einzelne Jahre können deutlich besser oder schlechter ausfallen. Entscheidend ist aber die Qualität des Investments.

Ein paar Ideen…

Gut geführte Unternehmen mit Burggräben erzielen meiner Erfahrung nach tendenziell bessere Ergebnisse. Wenn die Unternehmen noch über ein entsprechendes Wachstumspotenzial verfügen, steigt die Chance auf eine deutliche Outperformance.

Ein Unternehmen, das gut in dieses Profil passt, ist die Allianz (WKN: 840400). Der europäische Versicherungsriese überzeugt seit Jahren mit einer starken Marktposition, einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik und einer hohen Ertragskraft.

Aktuell können Anleger noch eine Einstiegsrendite von deutlich über 4 % erwarten. Über das letzte Jahrzehnt stieg die Dividende um rund 9 % jährlich. Der Aktienkurs zog hingegen jährlich um 14 % an. Steigende Gewinne und regelmäßige Aktienrückkäufe sorgen für den zusätzlichen Kick.

Nicht weniger interessant ist Johnson & Johnson (WKN: 853260). Der US-Gesundheitskonzern zählt zu den bekanntesten Dividendenaristokraten der Welt und hat seine Ausschüttung über Jahrzehnte kontinuierlich erhöht. Dank seiner breiten Aufstellung in den Bereichen Pharma und Medizintechnik gilt das Geschäftsmodell als vergleichsweise robust – selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die Abspaltung der Konsumsparte zeigt sich jetzt in den Zahlen. Das Wachstum zieht an, die Aktie erreichte zuletzt neue Allzeithochs.

Obwohl sie mit einem KGV von 27 nicht besonders günstig ist, bietet sie immer noch eine Einstiegsrendite von rund 2 %. Dafür überzeugt das Unternehmen mit einem hohen einstelligen Wachstum.

Aktuell finde ich ein Unternehmen wie Microsoft (WKN: 870747) als dritte Aktie äußerst spannend. Zwar fällt die Dividendenrendite mit etwas unter einem Prozent niedriger aus als bei klassischen Value-Dividendenwerten, dafür gehört Microsoft aber zu den weltweit profitabelsten Wachstumsunternehmen und bietet ein entsprechendes Kurspotenzial.

Vor allem Cloud-Computing und künstliche Intelligenz könnten das Gewinnwachstum in den kommenden Jahren weiter antreiben. Und das, obwohl viele Investoren den Titel aufgrund von KI-Disruptionssorgen meiden.

Der Vorteil ist aber, dass die Aktie zum 2027er-KGV von 20 gehandelt wird. Das ist historisch günstig, zumal das Wachstum weiter deutlich zweistellig ausfallen könnte.

Nicht die perfekte Aktie entscheidet – sondern die Zeit im Markt

Die Börse belohnt selten diejenigen, die ständig nach dem nächsten Geheimtipp suchen. Häufig sind es Geduld, Disziplin und hochwertige Unternehmen, die langfristig den größten Unterschied machen. 

Die 7-%-Formel erinnert daran, dass Vermögensaufbau kein Sprint ist, sondern ein Marathon. Wer also früh beginnt, regelmäßig investiert und starke Unternehmen über viele Jahre hält, verschafft dem Zinseszins die Chance, seine ganze Kraft zu entfalten. 500 Euro passives Einkommen sind dann nur noch eine Kleinigkeit.

Der Artikel Die 7-%-Formel: Mit diesen 3 Qualitätsaktien könntest du dir langfristig 500 Euro passives Einkommen aufbauen ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.