Deutsche-Wohnen-Aktie: Glück im Unglück!

Die fetten Jahre scheinen für die Deutsche Wohnen für den Moment vorbei zu sein. Lange Zeit konnte das Unternehmen sich aufgrund des Immobilien-Booms in Berlin über sprudelnde Einnahmen freuen. Durch den Mietendeckel in der Hauptstadt, welcher jüngst in eine neue Stufe überging, müssen jetzt aber unzählige Mieten gesenkt werden. Das sorgt auch bei den Anlegern für miese Stimmung. Zwar steht noch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in dieser Sache aus. Bis diese vorliegt, geht es mit den Einnahmen aber erstmal südwärts. Trotz diesen Entwicklungen geht es dem Konzern aber alles andere als schlecht.

Welche Krise?

Bisher sind die Einbußen durch den Mietendeckel eher gering, die Vertragsmieten konnten im laufenden Jahr sogar um 1,9 Prozent zulegen. Positiv für den Vermieter ist auch die Tatsache, dass befürchtete Mietausfälle durch Corona bisher kein Thema zu sein scheinen. Vorstandschef Michael Zahn sprach im Sommer von „geringen ökonomischen Effekten“ durch die aktuelle Krise. Für die Mieter wurde sogar ein Hilfsfonds in Höhe von 30 Millionen Euro eingerichtet, der bei der Bewältigung der Krise helfen soll. Dieser wurde nach Unternehmensangaben bisher aber kaum genutzt. Das Geschäftsmodell erweist sich also als absolut krisensicher.

Die Anleger sind skeptisch

Trotz einiger positiver Aspekte blickten die Anleger am Montag vordergründig auf die Verschärfung des Mietendeckels und reagierten darauf mit Kursverlusten von knapp 3,3 Prozent. Das beendet eine erst kürzlich gestartete Erholung des Papiers und schickt dieses wieder auf 41,20 Euro hinab. Der seit Monaten aktive Seitwärtstrend scheint sein Ende noch nicht gefunden zu haben. Frische Signale dürften aber nicht allzu lange auf sich warten lassen. Für das erste Halbjahr des kommenden Jahres wird eine Entscheidung zum Mietendeckel von den Richtern in Karlsruhe erwartet. Zahlreiche Experten rechnen damit, dass das umstrittene Gesetzt damit gekippt wird. Bisher ist aber noch nicht abzusehen, in welche Richtung das Bundesverfassungsgericht tendiert. Die Aktionäre machen sich deshalb weiter Sorgen um begrenzte Wachstumschancen, was die Aktie für den Moment deutlich zurückhält.

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